Tauschreporterin

So shoppt es sich in der Hagener Innenstadt

Die beiden Galerien locken viele Kunden in die City. Doch die Randlagen haben es schwer.

Die beiden Galerien locken viele Kunden in die City. Doch die Randlagen haben es schwer.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Zwei Galerien, viele Leerstände, ein Warenangebot, das sich sehen lassen kann – ein Einkaufsbummel durch die Innenstadt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Geht man über die Elberfelder Straße in die Hagener Innenstadt, kommt man vorbei an Handy- und 1-Euro-Shops, leerstehenden Ladenlokalen sowie einigen inhabergeführten Geschäften, die teils schon Jahre hier sind.

Der untere Teil der Straße war früher gut an die Innenstadt angebunden, erzählt Christine Weber, pharmazeutisch-technische Assistentin in der Adler Apotheke. Insbesondere nach der Eröffnung der Rathaus-Galerie habe sich das geändert: „Aktionen in der Stadt wie der Weihnachtsmarkt gehen heute gar nicht mehr bis zu uns.“

Geringe Kaufkraft

Die Kaufkraft der Leute sei geringer, Laufkundschaft gebe es eher wenig. Doch die 1870 gegründete Apotheke hat viele Stammkunden, die hier mit Namen begrüßt werden.

Cornelia Joppen, Filialleiterin im Betten-Fachgeschäft Gebers, bemerkt besonders bei schlechtem Wetter, dass weniger Kunden kommen: „Die Leute gehen dann lieber in die Galerien.“

Zwei Galerien nebeneinander

Die Volme- und die Rathaus-Galerie muten von außen ähnlich an. Doch während in der Rathaus-Galerie die meisten Flächen belegt und viele bekannte Marken vertreten sind, wirkt die Volme-Galerie fast wie ausgestorben. Hier gibt es weniger und teils weniger hochwertige Shops. Als die Rathaus-Galerie 2014 eröffnete, zogen einige Geschäfte dort hin.

Rund um den Platz findet man die für eine deutsche Einkaufsmeile typischen Marken. Zudem gibt es viel Gastronomie mit großen Außenbereichen.

Die öffentlichen Sitzgelegenheiten sind allerdings meist wenig einladend mit ihren Sitzflächen aus Metallgittern und ohne Rückenlehne.

Positiv schneidet Hagen dagegen in Sachen Sauberkeit ab. Es liegt nur wenig Müll auf der Straße, abgesehen von einer Zigarettenkippe hier und da.

Gute Noten von Hagenern

Fragt man die Hagener, wie ihnen ihre Einkaufsstadt gefällt, ist die Meinung einhellig: Gut. „Es gibt alle Geschäfte, die ich suche und ich bin von Gevelsberg schnell hier - mit dem Auto, aber auch mit Bus und Bahn“, sagt die 26-jährige Caterina Stracquadanio. Auch Petra Wortmann, 50 Jahre alt, ist mit der Auswahl der Geschäfte zufrieden.

Gute Auswahl an Geschäften

Fazit: In Hagen lässt es sich gut einkaufen. Alle gängigen Marken sind vertreten. Das macht das Angebot zwar austauschbar, ist aber nicht unbedingt schlecht - denn die Wahrscheinlichkeit, dass man hier fündig wird, ist groß.

Nach Dortmund oder Essen weiterfahren muss man also nicht. Die Randlagen der City sollten jedoch aufgewertet werden - auch im Sinne der hier ansässigen Geschäfte, um die es schade wäre, wenn sie schließen müssten.

>>>HINTERGRUND

  • Die Volme-Galerie gibt es seit April 2003. Sie hat rund 26 000 Quadratmeter Fläche für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen.
  • Im November 2014 wurde die Rathaus-Galerie eröffnet. Sie ist mit 22 000 Quadratmetern Fläche zwar kleiner, beherbergt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik