Weihnachtsfeier für Bedürftige

Sporthalle wandelt sich zur Festhalle

Organisieren seit Wochen die beiden CVJM-Weihnachtsfeiern für Bedürftige (von links):  Christian Gras, Alex Murrenhoff, Michael Finkensiep und Thomas Schickhaus. 

Foto: Michael Kleinrensing

Organisieren seit Wochen die beiden CVJM-Weihnachtsfeiern für Bedürftige (von links): Christian Gras, Alex Murrenhoff, Michael Finkensiep und Thomas Schickhaus.  Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Der CVJM veranstaltet zum 72. Mal eine Weihnachtsfeier für bedürftige Menschen. Viele freiwillig Engagierte helfen dabei mit.

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Die erste Feier des CVJM – die Abkürzung stand damals noch für Christlicher Verein junger ­Männer – fand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg statt. 1946 kamen an die 100 Männer in die alte Baracke in der Schürmannstraße (heute befindet sich dort das Finanzamt), um an der „Christfeier für Alleinstehende“ teilzunehmen.

Die alte Baracke existiert längst nicht mehr, CVJM steht heute für Christlicher Verein junger Menschen, und zur Feier am Heiligen Abend kommen mittlerweile mehr als 400 Besucher. Zu viele für einen Veranstaltungsort.

Zwei Veranstaltungsstätten

Da sich die Struktur der Gäste im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat – heute kommen mehr Flüchtlinge sowie Alleinerziehende oder Familien mit Kindern – finden seit 2013 zwei Feiern statt. Zeitgleich, bei freiem Eintritt und größtenteils durch freiwillige Helfer gestemmt.

Die Karl-Adam-Halle

Seit 2005 wird die Karl-Adam-Halle für die Weihnachtsfeier des CVJM genutzt. 2012 kamen fast 500 Menschen dorthin, „es wurde zu hektisch und unübersichtlich“, blickt Michael Finkensiep, Vorsitzender des CVJM-Vereins, zurück.

Im mittlerweile vierten Jahr konzentriert man sich nun auf Obdachlose, Bedürftige, Alleinstehende und Erwachsene, die nicht in ihrem eigenen Zuhause feiern möchten. 300 Gäste werden erwartet, ein Großteil wird die Shuttle-Busse, die am 24. Dezember von 16 bis 17 Uhr ab Märkischer Ring 101 fahren, nutzen.

Gulasch mit Kartoffeln

Um 17.30 Uhr beginnt die Feier mit warmem Essen. „Gulasch, Kartoffeln und Bohnensalat gibt’s, außerdem Kaffee und Kuchen“, sagt Thomas Schickhaus, hauptamtlicher Mitarbeiter beim CVJM. Er teilt u.a. auch die Aufbau-Teams ein, die zwei Tage vor Heiligabend damit beginnen, die funktionale Sporthalle in eine gemütliche Festhalle zu verwandeln.

„Seit Jahren verlegt die Freiwillige Feuerwehr Vorhalle den Teppich in der Halle, stellt Bühne, Tische und Stühle auf und schließt technische Geräte an“, lobt Schickhaus die Hilfe Dutzender Hände.

Im DödtKomm bei Elbers

Ins DödtKomm, dem Begegnungszentrum der Stadtkirchengemeinde auf dem Elbersgelände, kommen rund 100 Besucher, „ darunter immer mehr Patchwork-Familien“, weiß Christian Gras, der bei dieser kleineren Feier samt Kinderprogramm, die durch 10 bis 15 Ehrenamtliche realisiert wird, „den Hut auf hat“. Er rechnet mit etwa 55 Kindern und 45 Erwachsenen.

Weihnachtstüte für jeden

Zum Abschluss bekommen die Gäste auf beiden Feiern – egal, ob im DödtKomm oder in der Karl-Adam-Halle – eine mit Lebensmitteln gefüllte Weihnachtstüte.

>>>HINTERGRUND

  • Für beide Weihnachtsfeiern werden kostenlose Eintrittskarten ausgegeben. Die Tickets für die kleinere DödtKomm-Feier für Besucher mit Kindern sind am Dienstag, 12. Dezember, von 18 bis 20 Uhr im CVJM erhältlich. Die Karten für die große Feier in Vorhalle werden am 13. Dezember von 12 bis 14 Uhr im CVJM, am 14. Dezember von 8.30 bis 11 Uhr in Luthers Waschsalon sowie am gleichen Tag von 18 bis 19.30 Uhr im CVJM ausgegeben.
  • Beide Feiern sind nur durch Geldspenden (24 000 Euro) und Sachspenden (u.a. Backwaren) zu realisieren.


  • Wer spenden möchte: CVJM Hagen, Sparkasse Hagen,
    IBAN DE 62 4505 0001 0100 0422 28.

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