Ausbildung

Stadt Breckerfeld vertraut weiter dem eigenen Nachwuchs

Davina Kastner – hier mit Bürgermeister André Dahlhaus – hat bei der Stadt Breckerfeld ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten begonnen.

Davina Kastner – hier mit Bürgermeister André Dahlhaus – hat bei der Stadt Breckerfeld ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten begonnen.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Breckerfeld.  Die Stadt Breckerfeld will weiter für ihren eigenen beruflichen Nachwuchs sorgen: Mit Davina Kastner hat jetzt eine neue Auszubildende begonnen.

Es war die erste der Bewerbungen, die sie geschrieben hatte. Und sie war gleich ein Treffer. Davina Kastner ist die neue Auszubildende der Stadt Breckerfeld zur Verwaltungsfachangestellten. Sie ist in Breckerfeld aufgewachsen, hier auch zur Grundschule gegangen, lebt aber nach dem Umzug der Familie nun in Schalksmühle.

„Das sind aber nur zehn Minuten bis hierhin,“, sagt die 18-Jährige, die sich über ihre Ausbildungsstelle freut: „Ich habe echt gehofft, dass ich sie bekomme. Weil ich Breckerfeld sehr mag und auch noch viele Kontakte hierhin habe.“ Davina Kastner hat sich ganz bewusst für die Verwaltung entschieden. Nach der Realschule in Halver hat sie das Fachabitur am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Lüdenscheid absolviert – Fachrichtung Gesundheit. „Dazu gehörte auch der Praxisanteil, den ich in der Sportklinik Hellersen absolviert habe. Aber da habe ich schon gemerkt, dass mir das Organisatorische, die Verwaltung viel mehr Spaß macht.“

Vielfältiges Arbeiten, Abwechslung und mit Menschen arbeiten – das erhofft sich Davina Kastner nun von ihrer Ausbildung im Rathaus. Zunächst das Hauptamt, dann die Kämmerei, das Ordnungs- und Sozialamt und auch noch den Baubereich wird sie in ihrer Ausbildung kennenlernen. Unterbrochen vom Blockunterricht am Studieninstitut in Hagen, bei dem es auch um viele rechtliche Komponenten geht.

Mit der Einstellung einer neuen Auszubildenden in diesem Jahr gehe man konsequent den Weg weiter, selbst den eigenen Nachwuchs auszubilden, so Bürgermeister André Dahlhaus: „Damit sind wir bislang gut gefahren.“ Wenn immer es möglich sei, würden die Auszubildenden auch übernommen. „Das klappt nicht immer, aber auf lange Sicht hat sich das bewährt: Wir können unseren Bedarf decken.“ Und so werde man auch nach den Sommerferien wieder eine Ausbildungsstelle für das Jahr 2020 ausschreiben.

Viele Bewerbungen von Frauen

Etwa 60 Beschäftigte hat die Stadtverwaltung Breckerfeld, inklusive Bauhof und Reinigungskräften. In der eigentlichen Kernverwaltung sind es etwa 30 – mit einer hohen Frauenquote. Und das wird wohl auch so bleiben: Die Zahl der weiblichen Kandidaten für die Ausbildungsstelle überwog auch in diesem Jahr „Wir hatten aber generell viele Bewerbungen“, so Bürgermeister André Dahlhaus. Und er hofft, dass dies auch für das kommende Jahr so sein wird.

Werbung machen für die Ausbildung kann Isabell Gräfe (20). Denn sie hat im vergangenen Jahr ihre Ausbildung begonnen und ist sehr zufrieden mit den ersten zwölf Monaten, die sie im Hauptamt absolviert hat, unterbrochen von zuletzt zwölf Wochen Blockunterricht in Hagen. Sie habe schon viel lernen und machen können: „Man kennt sich hier zum Glück schnell aus, das ist der Vorteil einer kleinen Verwaltung.“ Und vielfältig sei der Beruf auch: „Sogar kreativ, so habe ich etwa Plakate für das Museum gestalten können.“ Klischees vom langweiligen Beamten-Job stimmten nicht, so Isabell Gräfe. Nur eines habe sich bewahrheitet: „Es wird viel Kaffee getrunken.“

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