Hohenlimburg

Stadt Hagen: Im neuen Regionalplan weniger Steinbruch-Fläche

Der Steinbruch  Steltenberg in  Hohenlimburg.

Der Steinbruch Steltenberg in Hohenlimburg.

Foto: Hans Blossey

Hohenlimburg.   Für Hohenlimburg soll im Regionalplan eine neue Kalkstein-Abbaufläche eingezeichnet werden. Dennoch würden die Flächen verringert, so die Stadt.

Die potenziellen Abbauflächen für Kalkstein in Oege werden im neuen Regionalplan kleiner sein als im aktuellen – und das trotz der neu ausgewiesenen Fläche oberhalb von Feldstraße und Sonnenberg, gegen die die „Bürgerinitiative zu Erhalt des Ahms“ derzeit Unterschriften sammelt. Das rechnet jedenfalls die Stadt Hagen vor: Zwar solle dieses etwa 3,9 Hektar große Areal als künftige Potenzialfläche für den Abbau eingezeichnet werden. Westlich werde aber gleichzeitig ein bislang als Potenzialfläche ausgewiesenes 7,2 Hektar großes Gebiet herausgenommen.

Wie berichtet, befürchtet die Initiative, dass der Steinbruch weiter an die Wohnbebauung rückt, die Lärm- und Schmutzbelastung zunimmt und auch der Wert der Immobilien sinkt. Mit Unterschriftliste will die Initiative bei dem für die Regionalplanung zuständigen Regionalverband Ruhr (RVR) auf das Problem aufmerksam machen.

Initiative geht vom RVR aus

Dr. Christoph Lange, der Geschäftsführer der Hohenlimburger Kalkwerke, die den Steinbruch betreiben, hatte dagegen gehalten: Die Änderungen im Regionalplan dienten der Konkretisierung der bisherigen Planungen. Auch wenn sie in die Tat umgesetzt würden, werde der Steinbruch nicht näher an die Wohnbebauung rücken, als bisher geplant.

So sieht es auch die Stadt: Die 2018 erteilte Genehmigung zur Erweiterung des Steinbruchs habe sich auch auf eine Fläche erstreckt, die um etwa 60 Meter außerhalb des im Regionalplan definierten „Bereichs für den Abbau von Bodenschätzen“ liege. Der RVR habe eine Einzelfallentscheidung getroffen und den Abbau auf dieser Fläche zugelassen. „Es ist daher nur folgerichtig, bei einer Änderung des Regionalplans diese Fläche dem Bereich zuzuschlagen“, so Stadtsprecher Michael Kaub. Die Steinbrucherweiterung sei aber nicht von der Stadt , sondern vom RVR vorgeschlagen worden.

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