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Stadt Hagen kauft Bunker – Proberäume für Bands geplant

Hier könnten bald Bands hinter dicken Mauern proben: Die Stadt Hagen kauft über ihre Tochtergesellschaft HEG den  Hochbunker in der Bachstraße. Foto:Michael Kleinrensing

Hier könnten bald Bands hinter dicken Mauern proben: Die Stadt Hagen kauft über ihre Tochtergesellschaft HEG den Hochbunker in der Bachstraße. Foto:Michael Kleinrensing

Wehringhausen.   Die Stadt Hagen kauft den Hochbunker an der Bachstraße in Wehringhausen. Hier soll es Platz für Band-Proberäume und Tonstudios geben.

Die Stadt will über eine Tochtergesellschaft den Hochbunker an der Bachstraße in Wehringhausen kaufen. Dort sollen Proberäume für Bands entstehen – und auch Tonstudios könnten sich hier ansiedeln. Dank der dicken Mauern sind Beschwerden von Anwohnern kaum zu befürchten. Managen könnte das Ganze der Verein „Kulturzentrum Pelmke e.V.“ Der hat auch reges Interesse daran, prüft aber derzeit noch, ob sich das Konzept umsetzen lässt.

Pelmke-Verein als Betreiber?

Abgewickelt wird das Geschäft wieder über die Hagener Entwicklungsgesellschaft (HEG), die eigentlich für die Erschließung von Baugebieten gegründet wurde, zuletzt aber eine Reihe von maroden Häusern in Wehringhausen aufgekauft hatte – zuletzt an der Eugen-

Richter-Straße 94. Geschäftsführer ist Hans-Joachim Bihs, der auch den städtischen Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) leitet. Bihs bestätigte auf WP-Anfrage, dass der Verwaltungsrat grünes Licht für den Kauf des Gebäudes gegeben habe. „Wir setzen damit auch einen Baustein um, den der Rat in seinem Konzept für ein Kreativquartier Hagen beschlossen hat.“

Bislang gehört der 1944 gebaute Bunker, in dem im Zweiten Weltkrieg viele Hagener Schutz vor den Bomben gesucht hatten, dem Bund. Mit dem ist sich die HEG inzwischen auch handelseinig geworden, lediglich der Notartermin steht noch aus. Der Kaufpreis beträgt 100.000 Euro, er könnte sich aber noch minimieren, wenn die HEG bis Sommer kommenden Jahres eine kulturelle Nutzung des Gebäudes nachweisen kann.

Und hier kommt der Pelmke-Verein ins Spiel. „Das ist für uns durchaus interessant und wir sind auch grundsätzlich dazu bereit“, sagt Geschäftsführer Jürgen Breuer. „Der generelle Bedarf an Proberäumen ist in Hagen da, vielleicht auch später für Ateliers – und das kulturelle Profil

Wehringhausens wird weiter gestärkt.“ Entschieden sei aber noch nichts: Man müsse jetzt erst den tatsächlichen Bedarf prüfen: „Wir können uns als Verein auf keine Abenteuer einlassen.“

Keine Fenster

Insgesamt stehen in dem Bunker 1200 Quadratmeter Nutzfläche auf fünf Etagen zu Verfügung. „Innen gibt es den nackten Beton. Auf jeder der fünf Etagen gibt es je zwei Räume mit 100 bis 120 Quadratentern“, rechnet HEG-Chef Hans-Joachim Bihs vor. Es gebe Toiletten, allerdings im Inneren keine Türen und nach außen keine Fenster: „Dafür gibt es aber ein funktionierendes Belüftungssystem. Die Luft wird über ein Sandbett angezogen.“ Wenn alles klappt wie geplant, dann könnten im nächsten Jahr die ersten Bands in dem Bunker proben.

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