Fridays for Future

Stadt Hagen wird den Klimanotfall ausrufen

Die Fridays-for-Future-Bewegung ist in Hagen seit Monaten aktiv. Jetzt hat sie auch auf politischer Ebene ein Umdenken erreicht.

Die Fridays-for-Future-Bewegung ist in Hagen seit Monaten aktiv. Jetzt hat sie auch auf politischer Ebene ein Umdenken erreicht.

Foto: Mike Fiebig

Hagen.  Hagen wird den Klimanotfall ausrufen und den Forderungen der Fridays-for-Future-Bewegung folgen. Das hat der Umweltausschuss beschlossen.

Die ersten Nagelproben ließen nicht lange auf sich warten. Als es nach viereinhalb Stunden Sitzung um den Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Markanaplatz in Haspe und um ein Neubaugebiet für 20 Eigenheime auf Haßley ging, verständigten sich die Politiker im Umweltausschuss darauf, dass ökologische Aspekte wie Ausgleich für Eingriffe in die Umwelt oder eine Begrünung von Garagendächern festgeschrieben werden sollen.

Zuvor hatten die Umweltpolitiker den Klima-Notfall (climate emergency) für Hagen beschlossen. Das bedeutet vor allem, dass die Auswirkungen für das Klima und die Nachhaltigkeit bei allen politischen Entscheidungen maßgeblich berücksichtigt werden.

Scharfe Kritik an der Umweltverwaltung

Scharf kritisiert wurde eine Vorlage der Umweltverwaltung. „Dass wir uns vormachen, dass wir seit 30 Jahren auf dem richtigen Weg sind, signalisiert Selbstzufriedenheit“, erklärte beispielsweise Werner König (SPD). „Wir brauchen endlich mehr Konsequenz in unserem Handeln.“

Die hatte auch Janne Rosenbaum von Fridays-for-Future angemahnt: „Die Wissenschaft hat längst erkannt, dass uns nur noch wenige Jahre bleiben, um etwas zu verändern. Hagen hat in den letzten Jahren nicht genug getan.“

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