Luftbelastung

Stadt ordnet Tempo 30 in „Finanzamtsschlucht“ in Hagen an

Die ist die Messstation, mit der die Stickstoffdioxid-Belastung am Märkischen Ring in Hagen gemessen wird.

Die ist die Messstation, mit der die Stickstoffdioxid-Belastung am Märkischen Ring in Hagen gemessen wird.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Angesichts der Umwelthilfe-Klage, die mit Diesel-Fahrverboten enden könnte, ordnet die Stadt Hagen Tempo 30 auf der vierspurigen Straße an.

In der sogenannten „Finanzamtsschlucht“ in Hagen wird schon bald Tempo 30 gelten. Das hat Umweltdezernent Thomas Hu­yeng am Mittwoch angekündigt. Er habe eine entsprechende Regelung angeordnet, die schnellstmöglich umgesetzt werden und der Reduzierung der Stickstoffdioxid-Belastung dienen soll.

Das Tempolimit wird auf dem vierspurigen Märkischen Ring, einer der Hauptverkehrsstraßen in Hagen, zwischen der Rathausstraße und dem Emilienplatz auf einigen hundert Metern Länge gelten. Auf dem Abschnitt gibt es eine Messstation für Schadstoffe.

Huyeng: „Wollen klare Kante zeigen“

Weil die bislang geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten wurden, hat die Deutsche Umwelthilfe Klage gegen die Bezirksregierung Arnsberg eingelegt, die den Luftreinhalteplan für Hagen zu verantworten hat. In der Folge könnten Diesel-Fahrverbote in Hagen drohen, auch wenn die Bundesregierung inzwischen beschlossen hat, dass geringfügige Überschreitungen, wie es sie auch in Hagen gibt, nicht zu Fahrverboten führen sollen.

Thomas Huyeng hat seine Entscheidung im Umweltausschuss erklärt: „Wir wollen gegenüber der Bezirksregierung klare Kante zeigen, dass wir neben dem Luftreinhalteplan alle Möglichkeiten ausschöpfen.“

Schon jetzt dürfen Lkw den Bereich nicht durchfahren und müssen zum Teil kilometerweite Umwege fahren.

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