Handel

Stadt sagt den verkaufsoffenen Sonntag in Hohenlimburg ab

Der Lichtermarkt auf dem neuen Marktplatz hat seit vielen Jahren einen besonderen Reiz.

Der Lichtermarkt auf dem neuen Marktplatz hat seit vielen Jahren einen besonderen Reiz.

Foto: Christian Janusch

Hohenlimburg.   Der verkaufsoffene Sonntag zum Bauernmarkt Hohenlimburg wird nicht genehmigt, das Lichterfest steht auf dem Spiel. Die Stadt steht in der Kritik.

Die Stadt Hagen wird keine Erlaubnis für einen verkaufsoffenen Sonntag beim Hohenlimburger Bauernmarkt am 30. September erteilen. Das hat das Ordnungsamt der Werbegemeinschafts-Vorsitzenden Maibritt Engelhardt mitgeteilt. Der Vorstand der Werbegemeinschaft zeigt sich darüber äußerst verärgert. Er wird den Bauernmarkt zwar durchführen, zieht aber Konsequenzen für die Zukunft. Der Lichtermarkt am ersten Adventwochenende wird zumindest seitens der Werbegemeinschaft abgesagt: Zu unsicher erscheint den Hohenlimburger Geschäftsleuten die Unterstützung durch die Stadt.

Die Stadtverwaltung hatte am vergangenen Freitag Maibritt Engelhardt mitgeteilt, dass für einen rechtssicheren Beschluss bestimmte rechtliche Fristen nicht eingehalten werden könnten. Die seien aber sehr wichtig, da es Hinweise gebe, dass die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auch auf kleine Städte oder Stadtteile schaue und dort gegen verkaufsoffene Sonntage klage.

Es könne aber erst am 19. September in der Bezirksvertretung Hohenlimburg über die Verordnung abgestimmt werden – und am 27. September im Rat. Der entsprechende Beschluss müsse dann aber mindestens eine Woche lange öffentlich gemacht werden – dies sei aber nicht mehr möglich, da schon am 30. September der verkaufsoffene Sonntag stattfinden solle. Die Hohenlimburger Werbegemeinschafts-Vorsitzende Maibritt Engelhardt ist erzürnt: Bereits am 24. Juli habe man bei der Stadt den Antrag gestellt, warum dieser dann nicht in der Ratssitzung am 30. August beschlossen worden sei, so Engelhard in einem Schreiben an die Mitglieder, sei „vollkommen schleierhaft. Und warum informiert man uns erst jetzt?“

Pastor Hörster sucht nach Lösung

Die Stadtverwaltung verteidigt sich auf Anfrage: „Es war aufgrund der Sommerferien nicht möglich, bis zur Ratssitzung im August von zustimmungspflichtigen Gremien eine Stellungnahme einzuholen“, so Sprecherin Clara Berwe. „Dazu gehören Verdi, die Kirchen sowie die Einzelhandelsverbände und der Arbeitgeberverband.“

Den Bauernmarkt werde man trotzdem durchführen, so Maibritt Engelhardt: „Wir haben schon zu viele Verträge mit Ausstellern geschlossen, um ihn abzusagen.“ Aus dem Fall zieht man aber Konsequenzen, „da uns keine verlässliche Planung einer solche Veranstaltung ermöglicht wird“. Deshalb wird zumindest von Seiten der Werbegemeinschaft kein Lichtermarkt stattfinden. Gestern Abend hat die Werbegemeinschaft mit kirchlichen Gemeinschaften, Vereinsvertretern und der Rumänienhilfe über die Auswirkungen beraten. Insbesondere die Freie evangelische Gemeinde um Pastor Hörster machte sich dabei für einen Erhalt des Lichtermarktes stark. Möglicherweise an einem anderen Ort. Pastor Hörster kündigte an, sich dafür einzusetzen.

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