Stadthalle Hagen

Stadthallen-Chef wechselt zur IHK Bochum

Elmar Josten verlässt als Chef die Stadthalle Hagen.

Elmar Josten verlässt als Chef die Stadthalle Hagen.

Foto: WR

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Hagen.Fast elf Jahre lang hat Hagens Stadthallen-Chef Elmar Josten unzählige Künstler begrüßt, ehrfürchtig den Worten von Abtprimas Notker Wolf gelauscht und mit Kabarettist Urban Priol Freundschaft geschlossen.

Die spannende Zeit als Chef der Stadthalle, so schätzt Elmar Josten, werde in seinen Memoiren wohl Kapitel 7 bis 47 einnehmen. Am 1. April - kein Scherz - ist Schluss mit „Bühne frei für...“, der 59-jährige Verwaltungsrat folgt einem Ruf der Industrie- und Handelskammer nach Bochum, wo mit dem ehemalige Regierungspräsident Helmut Diegel ein Hagener seit geraumer Zeit das Sagen hat.

„Genau ist meine Position dort noch nicht umrissen, ich werde aber sicherlich in einer Stabsstelle für Diegel arbeiten“, so Josten. Formal handelt es sich bei dem Wechsel von Hagen nach Bochum um eine Abordnung. „Die IHK, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, kann mich als Beamten anfordern und einstellen. Die Stadt Hagen hat die Formalie überprüft und gibt mich frei“, erläuterte Josten das Prozedere, das bei seinen Mitarbeitern gestern für Betroffenheit sorgte.

„Ich habe für die letzten Dienstjahre noch einmal die Gelegenheit bekommen, etwas anderes zu machen. Das musste ich einfach nutzen“, so der sportliche Josten, der sich vor Jahren gemeinsam mit Helmut Diegel um den Hagener Basketball kümmerte und seit jeher beste Kontakte zu seinem neuen „Chef“ pflegt.

Einen typischen Beamtenjob habe er in seiner langen Dienstzeit bei der Stadt eigentlich nur in den ersten Jahren im Sozial- und Bauamt inne gehabt. Projektarbeit, zum Beispiel bei der Gebäudewirtschaft, liege ihm mehr.

Was in Zukunft aus dem Projekt Stadthalle wird, steht allerdings noch in den Sternen. „Einen Nachfolger, den ich einarbeiten könnte, ist nicht in Sicht“, so Josten. Und auch Kämmerer Christoph Gerbersmann, der für die Stadt in der Gesellschafterversammlung der Stadthalle sitzt, hielt sich bedeckt. „Es gibt noch keine Pläne, weder in personeller noch in organisatorischer Hinsicht.“

Denkbar wäre zum Beispiel, dass die zuschussbedürftige Stadthalle unter der Ägide der neuen Wirtschaftsförderung oder eines externen Betreibers geführt wird.

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