Kultur

Stadtmuseum wird wohl erst Anfang 2021 wiedereröffnet

Dietmar Freiesleben, Mitarbeiter des Fachbereichs  Kultur,  zeigt auf das Gebäude, in das das Stadtmuseum einziehen soll.

Foto: Yvonne Hinz

Dietmar Freiesleben, Mitarbeiter des Fachbereichs Kultur, zeigt auf das Gebäude, in das das Stadtmuseum einziehen soll. Foto: Yvonne Hinz

Hagen.   Das Hagener Stadtmuseum eröffnet nicht, wie noch im Sommer von der Verwaltung angekündigt, im Herbst 2019, sondern wohl erst Anfang 2021.

Das Stadtmuseum eröffnet nicht, wie noch im Sommer von der Verwaltung im WESTFALENPOST-Gespräch angekündigt, im Herbst 2019, sondern wohl erst Anfang 2021 – also eineinhalb Jahre später.

Die Nachricht verkündete gestern Ralf Blank, Fachdienstleiter Wissenschaft, Museen und Archive im Fachbereich Kultur.

Wegzug aus Eilpe

Zum Hintergrund: Das Anfang 2016 in der Wippermann-Passage in Eilpe aus Kostengründen geschlossene Museum wird ins Kunstquartier, genauer gesagt in das historische Gebäude des Land- und Kreisgerichts am Museumsplatz, verlegt.

Die Verwaltung begründet die Verzögerung nun so: Innerhalb der Verwaltung und auch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) müssten noch etliche konzeptionelle und fachliche Aspekte erörtert und Bedingungen für Fördermaßnahmen geklärt werden.

Ein neuer, vorher nicht berücksichtigter Aspekt sei etwa der Aufbau eines NS-Dokumentationszentrums als Arbeitsbereich des Stadtmuseums.

Im Stadtmuseum werden unter anderem Gegenstände aus der Geschichte der Stadt gesammelt und bewahrt. Ursprünglich war vorgesehen, auch die Dauerausstellung, in der wichtige Exponate Hagener Geschichte ständig zu sehen sein werden, 2019 zu eröffnen.

Entscheidungsfristen kaum zu halten

„Nach Rücksprache mit dem LWL-Museumsamt ist dieser Zeitpunkt sehr ambitioniert und wegen der Förderrichtlinien und Entscheidungsfristen kaum zu halten“, so Blank gestern im Kulturausschuss.

Die dünne Personaldecke im Fachbereich Kultur und das weiterlaufende Tagesgeschäft führten obendrein dazu, dass man die Terminplanung nicht einhalten könne.

Feinkonzept Bedingung für Förderung

Außerdem musste ein Ausstellungsgestalter für ein grobes Raum- und Ausstellungskonzept beauftragt werden. Dieses Grobkonzept ist die Vorarbeit für ein noch zu erstellendes Feinkonzept, das dann wiederum erst die Voraussetzung für eine Förderung durch den LWL ist.

Und diese ist fest einkalkuliert: Der LWL soll sich mit rund 30 Prozent (also ­etwa 300 000 Euro) an den Baumaßnahmen sowie an der Einrichtung der Austellung beteiligen. Das Feinkonzept soll, so die neue Planung, bis Frühjahr 2019 vorliegen; dann könnte der Bau 2019/20 beginnen.

Fünf Jahre geschlossen

Bei einer Eröffnung 2021 wäre das Stadtmuseum dann fünf Jahre geschlossen gewesen. Kulturdezernentin Margarita Kaufmann und Tayfun Belgin, Leiter Fachbereich Kultur, scheinen die eineinhalb jährige Verzögerung dennoch mitzutragen. Die Argumentation der beiden: 2021 ­feiert Hagen sein 275-jähriges Stadtjubiläum.

Dieser bedeutende Zeitpunkt böte sich zur Eröffnung des Stadtmuseums an – als Signal für den Aufbruch. Frühestens käme die Eröffnung Ende 2020 – also praktisch zur Einstimmung ins Jubiläumsjahr 2021 – in Frage.

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