Stadtteil-Sanierung

Startschuss für Umbau des Wilhelmsplatzes in Hagen

Zufriedene Gesichter beim Spatenstich: Vertreter aus Politik und Verwaltung, Mitarbeiter aus dem Quartiersmanagement sowie aktive Wehringhauser Bürger begrüßen die Umbauarbeiten im großen Stil. 

Zufriedene Gesichter beim Spatenstich: Vertreter aus Politik und Verwaltung, Mitarbeiter aus dem Quartiersmanagement sowie aktive Wehringhauser Bürger begrüßen die Umbauarbeiten im großen Stil. 

Foto: Yvonne Hinz

Wehringhausen.   Spatenstich in Hagen-Wehringhausen: 1,7 Millionen Euro werden in die Umgestaltung des Wilhelmplatzes gesteckt. Die Bauzeit beträgt elf Monate.

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Vor über zehn Jahren wurde im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ die Neugestaltung des Wilhelmsplatztes beschlossen, gestern war tatsächlich Spatenstich.

Warum es so lange gedauert hat, bis die ersten Bagger rollen? Weil keine Planung am Reißbrett realisiert worden ist, sondern die Bürger, die im Stadtteil Wehringhausen leben oder arbeiten, einbezogen wurden. Quartiersmanagement, Lenkungskreis, Politik, Verwaltung und Interessengemeinschaften haben zusammengearbeitet an dem Großprojekt, in das insgesamt 1,7 Millionen Euro fließen und das in elf Monaten abgeschlossen sein soll.

Echtes Großprojekt

Großprojekt auch deshalb, da es nicht nur um die Umgestaltung des zentralen Platzes, sondern auch um die benachbarte Ladenzeile, das angrenzende Café Europa sowie um die Lange Straße geht.

Konkret: In der Mitte des Platzes entsteht eine neu gepflasterte Fläche, die von einer umlaufenden Treppenanlage mit Sitzstufen eingefasst wird. Hinter dem Café Europa werden ein Boulefeld, ein Wasserspiel mit Fontänen, Sitzsteine, Bänke und interaktive Spielgeräte errichtet, die die Aufenthaltsqualität des Platzes steigern sollen.

Elektroladestationen

Während der Parkraum auf dem Wilhelmsplatz entfällt, werden entlang der Kottmann- und Bismarckstraße Stellplätze errichtet.

„Durch die L-Form rahmen die Stellplätze den Platz ein und werden optisch durch Bäume vom Platz getrennt“, erläutert Kerstin Schneider vom Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung. Und weiter: „Bislang konnten auf dem Platz knapp 55 Autos kostenlos parken, demnächst wird es nur noch 40 frei nutzbare Plätze geben.“ Auf dem Platz werde eine Elektroladestation für E-Autos errichtet, und eine E-Bikeladestation sei ebenfalls geplant.

Auf zwei Details wurde bei den Planungen zur Umgestaltung ein besonderer Wert gelegt: Behindertengerechte sowie barrierefreie Neuerungen sollten vorgenommen werden.

So entstehen im Bereich des Cafés Europa zwei Behindertenstellplätze (plus ein Taxistellplatz). Im Café wird eine neue barrierefreie und somit behindertengerechte WC-Anlage errichtet. „Und die Sparkasse ist künftig über eine Rampe zu erreichen“, ergänzt Ker­stin Schneider.

Verkehrsberuhigter Bereich

Weitere Neuerung: Die Haupteinkaufsstraße in Wehringhausen, die Lange Straße, wird zum verkehrsberuhigten Bereich. Dort entstehen barrierefreie Haltestellen mit Wartehäuschen; die Haltestellen werden an ein Blindenleit­system angeschlossen, das auch um den Platz herum zum unteren Wehringhausen führt und die einzelnen Ebenen barrierefrei erreichbar macht.

Um die Bürger auch während der Bauphase auf dem Laufenden zu halten, gibt es jeweils mittwochs vormittags ein Baustellentreffen, an dem auch die drei Baupaten Gabriele Haasler (früher Reformhaus Haasler), Harald Husberg (Friseur Husberg) und Wilhelm Goegel (Wehringhauser Bürger) sowie Vertreter des Quartiersmanagements teilnehmen.

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