Advent

Stimmungsvoller Start in die Hagener Weihnachtsmarkt-Wochen

Ein Nikolaus zum Verlieben: Beim Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum ging es wahrlich romantisch und stilecht zu.

Ein Nikolaus zum Verlieben: Beim Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum ging es wahrlich romantisch und stilecht zu.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Die Weihnachtsmärkte im Freilichtmuseum, im Volmetal sowie in Haspe lockten am Wochenende mit adventlicher Stimmung Tausende an.

Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln liegt in der Luft, und zwischen Fachwerkhäusern reihen sich kleine, verzierte Buden aneinander, an denen allerhand Selbstgemachtes zum Verkauf geboten wird. Das erste Adventswochenende ist traditionell den Weihnachtsmärkten im Freilichtmuseum, in Haspe sowie in Dahl vorbehalten.

Handwerk und Genuss

Hauptmagnet ist natürlich das Freilichtmuseum mit außergewöhnlichem Kunsthandwerk und einem vielseitigen kulinarischen Angebot. An vielen Ständen des mit dezenten, aber stimmungsvoll mit Lichterketten und Tannenzweigen geschmückten Weihnachtsmarktes können selbstgefertigte Waren aus Wolle, geschnitzte Holzdekorationen und handgefertigter Schmuck bewundert werden. Auch wer nach besonderen Speisen sucht, wird dort fündig: Stände mit Wildschweinschinken, Bergkäse und besonderen Gewürzen und Vinaigretten lassen das Feinschmeckerherz höher schlagen. Für die jüngsten Besucher stehen Ponyreiten, gemeinsames Basteln und eine Märchenstunde auf dem Programm.

Sabine und Michael Hedtmann sind begeistert: „Wir sind gerade erst angekommen, aber es gefällt uns schon jetzt. Es wirkt alles weniger kommerziell und die Aufmachung des ganzen Marktes ist sehr schön.“ In Weihnachtsstimmung sind die beiden zwar noch nicht, aber der Weihnachtsmarkt sei eine tolle Gelegenheit, mal herauszukommen und eine Pause vom stressigen Alltag einzulegen. „Besonders schön sind die vielen Kunsthandwerkstände, die vermisst man auf anderen Weihnachtsmärkten in Hagen. Hier ist es sehr viel traditioneller“, meint Sabine Hedtmann.

Werkstätten schaffen Atmosphäre

Das Gelände des Freilichtmuseums bietet den idealen atmosphärischen Rahmen: Die verschiedenen Werkstätten werden kurzerhand zu urigen Verkaufsständen umfunktioniert. So können Interessierte in der Werkstatt für Holzverarbeitung eine „Kristall-Höhle“ finden und dort Steine, Mineralien und mehr erwerben. Zur weihnachtlichen Atmos­phäre trägt außerdem die musikalische Untermalung bei, für die ein Chor und eine Bläsergruppe auf traditionelle und authentische Weise sorgen.

Gerade dieser ursprüngliche Ansatz gefällt auch Eva Böke und Astrid Schmid-Böke. „Man findet hier nicht nur individuelle Angebote, sondern kann nebenbei auch noch einiges über die Geschichte der Industrialisierung unserer Heimat erfahren. Dazu kommt noch die naturnahe Lage des Freilichtmuseums, die zu einem gemütlichen Ambiente beiträgt“, schwärmen Mutter und Tochter, die extra aus Bochum angereist sind. „Der Weihnachtsmarkt erinnert an Postkarten aus Kindertagen, es fehlt nur noch der Schnee. Auch die Musik, die hier gespielt wird, ist angenehm und nicht so aufdringlich wie auf vielen anderen Märkten. Es werden alte Lieder gespielt, die an die Kindheit erinnern und einen nostalgisch werden lassen.“

In Haspe wiederum können sich die Besucher über Glühwein, Eierpunsch und Pellkartoffeln freuen. Das kleine Adventsfest auf dem Kirchplatz in der Frankstraße setzt auf familiäre Atmosphäre. „Hier in Haspe ist es immer sehr klein und gemütlich, man kann den Markt also schlecht mit anderen Weihnachtsmärkten vergleichen“, urteilt Irmgard Lotholz. „Weihnachtliche Stimmung kommt auf jeden Fall auf, wenn man hier einen Eierpunsch oder Glühwein trinkt, aber die verfliegt auch schnell wieder, sobald man den Markt verlässt.“ Lediglich ein wenig Musik würde fehlen, um die Atmosphäre komplett zu machen.

Freitagsstart kein Gewinn

Der Versuch, in Haspe in diesem Jahr bereits am Freitag zu starten, entpuppt sich zumindest in den Augen von Olaf Heinrich vom Evangelischen Krankenhaus Haspe als wenig förderlich. „Am Freitag kamen wesentlich weniger Besucher hierher. Es scheint, als hätten die Leute nicht gewusst, dass der Weihnachtsmarkt dann schon losging.“

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