Restaurant und Hostel

„Strandhaus“ will Urlaubsfeeling nach Hagen-Hengstey bringen

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HVG-Geschäftsführer Christoph Köther (links) und Gastronom und Pächter Mike Henning bei der symbolischen Schlüsselübergabe am neuen „Südufer Hengstey“. Restaurant und Hostel „Strandhaus“ nehmen mehr und mehr Gestalt an.

HVG-Geschäftsführer Christoph Köther (links) und Gastronom und Pächter Mike Henning bei der symbolischen Schlüsselübergabe am neuen „Südufer Hengstey“. Restaurant und Hostel „Strandhaus“ nehmen mehr und mehr Gestalt an.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Pächter Mike Henning hat den symbolischen Schlüssel für den Gastrobetrieb „Strandhaus“ erhalten. Wann Restaurant und Hostel an den Start gehen.

Die Uhr tickt immer lauter. In elf Wochen - am 19. August - findet eine große Feier im „Strandhaus“ statt. „Der Termin steht, da kann kommen, was will. Wir planen, bereits Anfang August mit Restaurant und Hostelbetrieb zu starten, schließlich muss das Personal noch geschult werden, und es muss sich alles einspielen“, sagt Mike Henning.

Der Betreiber des komplett sanierten Restaurants „Strandhaus“ direkt am Hengsteysee und des Hostels mit vier Doppel- und zwei Einzelzimmern sowie einer Suite ist seit heute, 9. Juni, offiziell im Besitz des symbolischen Schlüssels für den Gesamtkomplex „Südufer Hengstey“.

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Die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG) ist Eigentümerin des Areals samt Gebäude und Freibad. „Wir sind froh, dass wir mit Mike Henning so einen erfahrenen und professionell arbeitenden Pächter gefunden haben“, unterstreicht HVG-Geschäftsführer Christoph Köther. Er sieht im modernen Restaurant „Strandhaus“ direkt am Freibad Hengstey, im geplanten Beachclub sowie dem sukzessive neu gestalteten Areal am Hengsteysee ein Leuchtturmprojekt, das Hagener sowie Besucher aus der Region gleichermaßen ansprechen werde. Und er verspricht Urlaubsfeeling.

Rückblick: Vor drei Jahren hat sich der stadtbekannte Unternehmer und Gastronom Mike Henning (u.a. „Neue Färberei“ und „Pibosa“) um die Bewirtschaftung des Strandhauses beworben. Mit Erfolg, denn er bekam von der HVG den Zuschlag.

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„Ich bereue nichts, obwohl ich seitdem viel Zeit und Geld in das Objekt investiert habe“, sagt Mike Henning. Bislang hat er aus eigener Tasche mehr als 1,5 Millionen Euro, die größtenteils in die Innenausstattung fließen, investiert, „es werden wohl letztendlich zwei Millionen werden“.

In der Ursprungsplanung lag das Budget bei 4,8 Millionen Euro

Das Budget, das HVG und Stadt Hagen aufbringen, lag in der Ursprungsplanung bei 4,8 Millionen Euro, davon tragen 84 Prozent die HVG und die übrigen 16 Prozent die Stadt Hagen. „Zum Glück haben wir Fördergelder für energetische Maßnahmen erhalten, das Fördergeld fließt natürlich in die Budgetberechnung ein“, so Christoph Köther.

Apropos Finanzen: Das Projekt ist in zwei Bauabschnitte – Sanierung des Strandhauses, im Anschluss daran folgt die Errichtung des Beachclubs mit Steg sowie die Herrichtung des Areals – unterteilt. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt waren mit 1,6 Millionen Euro beziffert, aufgrund immenser Kostensteigerungen gerade im Bereich von Bau- und Dämm-Material liegen die Kosten nun etwa 150.000 Euro höher, also bei 1,75 Millionen Euro. „Außerdem bringt Bauen im Bestand oft viele Überraschungen mit sich“, blickt Köther zurück und spielt damit auf den allgemein desolaten energetischen Zustand des Gebäudes sowie auf die Statikprobleme beim Küchenboden an.

Ordentlich Klimmzüge mussten und müssen auch weiterhin rund um den zweiten Bauabschnitt unternommen werden. „Für den zweiten Bauabschnitt musste ein neuer Bebauungsplan erstellt werden, der erst Ende März vom Rat der Stadt Hagen beschlossen wurde“, erläutert der HVG-Geschäftsführer. Besagter Bauantrag soll am kommenden Mittwoch, 15. Juni, bei der Stadt Hagen eingereicht werden, nach jetzigem Plan sollen Beachclub samt Steg im Sommer 2023 fertig gestellt sein.

Einige Beteiligte im Boot

Da unterschiedliche Beteiligte im Boot sitzen – Mike Henning, HVG, Stadt Hagen, der Ruhrverband sowie die Bezirksregierung Arnsberg – seien unter anderem die Ausgestaltung von Gestattungsverträgen und Förderanträgen kompliziert, „so beantragt zum Beispiel die Stadt Hagen Gelder für den Ruhrradweg, der im Bereich des Freibades umgelegt werden soll“.

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Aber zurück zu Mike Henning: „Die Lüftungsanlage für das Gebäude wird derzeit montiert, und wenn der Küchenboden verstärkt ist, werden Ende Juni die Küchengeräte eingebaut. In der oberen Etage sind die Bäder in den Hostelzimmern so gut wie fertig, und in wenigen Tagen werden die Türen eingebaut.“ Mike Henning voller Elan weiter: „Es läuft, und das muss es auch. Am 27. August findet hier das Open-Air-Konzert ,Sound Panorama’ statt. Und für September und Oktober liegen schon Reservierungen für Hochzeiten vor.“

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