Breckerfeld

Streit um Knöllchen an der Glörtalsperre in Breckerfeld

Der Parkplatz an der Glörtalsperre: Hier hat Horst Floetenmeyer am 1. Mai geparkt. Jetzt soll er zahlen. Mit der Firma Parkraum Service streitet er darum, ob sein Parkschein gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe lag. 

Der Parkplatz an der Glörtalsperre: Hier hat Horst Floetenmeyer am 1. Mai geparkt. Jetzt soll er zahlen. Mit der Firma Parkraum Service streitet er darum, ob sein Parkschein gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe lag. 

Foto: Jens Stubbe

Breckerfeld.   Horst Floetenmeyer soll sein Auto ohne gültigen Parkschein an der Glörtalsperre in Breckerfeld abgestellt haben. Nun soll er 20 Euro zahlen.

Er war sich doch so sicher. Also traute er seinen Augen nicht, als er nach der Hunderunde um die Glörtalsperre mit seiner Frau zurück zum Parkplatz kam. Da klemmte ein Knöllchen hinter der Windschutzscheibe. Der Vorwurf: Horst Floetenmeyer soll sein Auto am 1. Mai ohne gültigen Parkschein abgestellt haben.

Parkschein am Automaten gezogen

Diesen Vorwurf bestreitet der Rentner aus Hagen, dessen Frau Karin einst selbst als Politesse in Hagen über Parkverstöße gewacht hat, mit aller Vehemenz. „Ich habe an diesem Tag einen Parkschein am Automaten gezogen und ihn hinter meine Windschutzscheibe gelegt“, sagt Horst Floetenmeyer, „dieser Parkschein war bis 14.50 Uhr gültig.“

Um 13.03 Uhr steckt ihm ein Mitarbeiter der Firma PRS Parkraum Service GmbH, die die Flächen an der Talsperre überwacht, das Knöllchen hinter den Scheibenwischer.

Floetenmeyer und seine Frau gehen ins Restaurant Haus Glörtal, um sich zu beschweren. Der Betreiber allerdings hat mit den Parktickets nichts zu tun. Dafür erfahren sie hier, dass es offenbar schon häufiger Beschwerden rund um das Thema Knöllchen gegeben hat.

Firma Parkraum Service bleibt hart

„Mir geht es ja nicht um die 20 Euro“, sagt Horst Floetenmeyer, „mir geht es ums Prinzip. Ich habe nichts falsch gemacht. Deshalb sehe ich nicht ein, dass ich zahlen soll.“

Also schreibt Floetenmeyer am 3. Mai einen Brief an die Firma, die den Parkplatz des Regionalverbands Ruhr kontrolliert, packt eine Kopie seines Parktickets und die Zahlungsaufforderung dazu. „Ich dachte eigentlich, dass sich die Sache damit erledigt hätte“, sagt Floetenmeyer.

Weit gefehlt: Durch Porto und Versand eines Antwortschreibens, dass nach einem Monat bei ihm eintrifft, hat sich die zu zahlende Summe jetzt auf 20,70 Euro erhöht. Die Parkraum Service GmbH droht mit Mahnkosten und der Weitergabe an ein Inkasso-Unternehmen.

Unternehmen will sich nicht äußern

Zum konkreten Fall will sich das Unternehmen nicht äußern. Allgemein aber erklärt PRS-Geschäftsführer Stefan Dittrich, dass eine Kontrolle nicht stattfinden könne, wenn ein Parkschein verdeckt ausgelegt werde, so dass nur die Rückseite sichtbar sei. „In diesem Fall“, so Dittrich weiter, „wird davon ausgegangen, dass die Parkzeit nicht korrekt bezahlt wurde.

Eine spätere Vorlage eines Parkscheines kann leider nicht akzeptiert werden. Bedauerlicherweise legen es zahlreiche Parker genau darauf an und legen verdeckt einen alten Parkschein aus.“ Die Mitarbeiter könnten nicht prüfen, ob es sich um einen bewussten Betrug oder ein Missgeschick handele.

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