Kulinarisches

Süßer Tipp: Fernuni produziert das „Hagener Campusgold“

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Fünf Bienenstöcke hinter der Villa Bechem an der Fernuniversität Hagen. Hier produzieren in der Saison 250.000 Bienen Honig.

Fünf Bienenstöcke hinter der Villa Bechem an der Fernuniversität Hagen. Hier produzieren in der Saison 250.000 Bienen Honig.

Foto: Mike Fiebig

Hagen.  Ein Tipp für alle, die Selbstproduziertes aus Hagen wertschätzen. Die Fernuni produziert eigenen Honig. Die Stöcke stehen hinter der Kanzlervilla

Sie ist ja ohnehin schon die größte Hochschule Deutschlands, die Fernuniversität Hagen. Ob ihre flotten 250.000 Neuzugänge aber den rund 80.0000 Studierenden oder den knapp 2000 Mitarbeitern zugeordnet werden, ist irgendwie unklar. Hinter der Villa Bechem, quasi die Keimzelle des heutigen Campus, hat Fernuni-Mitarbeiter Markus Kroll fünf Bienenstöcke aufgestellt. Das erste Ergebnis ihres fleißigen Wirkens haben Auszubildende im Bereich des Büromanagements nun abgefüllt. 500 Fläschchen „Hagener Campusgold“. Verkehrte Welt an der deutschen Fernlehre-Einrichtung Nummer eins? Nein. Denn die Uni versucht die Themen Nachhaltigkeit und Grün voranzutreiben.

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Jetzt ist Markus Kroll an der Digitalen Hochschule

Erst war er Fachmediendidaktiker an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften. Jetzt ist er an der Digitalen Hochschule NRW, wo er nun als Referent für Studium und Lehre arbeitet. Klingt, wenn man sich in dieser Welt gar nicht auskennt, technisch, eher fremd, eher plastisch. Und auf jeden Fall so, als hätte das mal so gar nichts mit Bienen zu tun.

„Ich habe mir das analogste Hobby der Welt ausgesucht“

Hat es aber. Er arbeitet daran, dass alle an einem Strang ziehen: „Ich versuche, Innovation durch Kooperation zu befördern“, sagt Kroll. Das ist im Prinzip auch Bienensache. „Ich habe mir zu meinem Sitzberuf das vermutlich analogste Hobby der Welt gesucht. Die Imkerei. Bienen faszinieren mich. Ihre Kooperation, wie sie jede Zelle, vermessen und gleich groß anlegen und beim Wabenbau alles gleichmäßig überziehen. Mir ist es ein Anliegen, mit den Bienenstöcken die Kollegen der Fernuni für dieses tolle und nachhaltige Thema zu sensibilisieren.“

Die Bienen suchen Plätze im Umkreis von drei Kilometern

Die fünf Bienenvölker schwirren von ihrem Heimatplatz, einer 8000 Quadratmeter-Wildblumenwiese im drei Kilometer-Radius aus. Hinüber in die Gärten der Steubenstraße, aber auch in nahe gelegene Felder. Durch ihre unterschiedliche Ausbeute kann es auch zu Geschmacksvariationen beim Honig kommen.

In der zurückliegenden Saison haben sie etwa 65 Kilogramm Honig erzeugt. „Das ist eher unterdurchschnittlich“, sagt Markus Kroll. Was mit den teilweise nassen Sommermonaten zu tun habe. In einem guten Jahr würden etwa 15 bis 20 Kilo pro Stock produziert.

„Die Bienen verzeihen viel. Aber es ist ein hoher Anspruch, die richtigen Konsequenzen aus Fehlern zu ziehen“, sagt Markus Kroll und zieht wieder eine Parallele zu seinem Berufsleben. Seine Kollegen, aber auch die Öffentlichkeit möchte er für das „Campusgold“ begeistern. Ein Fläschchen des Honigs kostet 5 Euro und ist ab dem Nikolaustag im Onlineshop der Fernuni unter www.shop.fernuni-hagen.de erhältlich.

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