Kultur-Event

Synchron rockt 1987 als erste Band den Werkhof Hohenlimburg

Dreißig Jahre ist es her, dass  die Nachwuchsband Synchron zur Eröffnung des Kulturzentrums Werkhof spielte.

Foto: privat

Dreißig Jahre ist es her, dass die Nachwuchsband Synchron zur Eröffnung des Kulturzentrums Werkhof spielte. Foto: privat

Hohenlimburg.  Dreißig Jahre ist es her, dass die Hochenlimburger Nachwuchsband Synchron zur Eröffnung des Kulturtempels Werkhof die Katakombe rockte.

Es ist der 11. Dezember 1987. Am zweiten Wochenende im Advent präsentierte sich damals das neue Kulturzentrum Werkhof an der Herrenstraße mit den Kulturtagen erstmals der Öffentlichkeit. Drei Jahre nach der Vereinsgründung des Werkhof e.V. sollte sich die Öffentlichkeit über die Baufortschritte und das neue kulturelle Angebot informieren. Davon erfuhr auch Dirk Schmidt, heute (fast) jedem Hohenlimburger als Frontmann der Kultband „Küppers, Beck’s & Brinkhoff’s“ (KBB) bekannt. Damals spielte Schmidt bei einer ganz anderen Formation: bei „Synchron“. Vier Jahre zuvor als Schülerband des Gymnasiums gegründet.

Und weil Dirk Schmidt ein Mann des überzeugenden Wortes ist, machte er Werkhof-Chef Pit Krause schmackhaft, dass das Quintett zur Eröffnung des Kulturtempels spielen müsse. Begeisterung für diese Idee fand er auch bei den vier anderen Mitgliedern des Quintetts. Bei Guido Beck (Gesang), Marcus Schinkel (Keyboards), Thomas Klaas (Bass) und Dirk Mankel (Schlagzeug). Schnell wurde „Mann“ sich handelseinig. „Ob wir eine Gage bekommen haben oder nur einen Kiste Bier, weiß ich gar nicht mehr“, scherzte Dirk Mankel gestern beim Besuch der Redaktion. Ob mit oder ohne Gage - „Synchron“ rockte mit deutschsprachigen Songs, die Guido Beck („Ich bin kein Freund von gecoverter Musik“) und Markus Schinkel geschrieben hatten, die Katakombe und sorgte damit für einen fulminanten musikalischen Start in die inzwischen 30-jährige Geschichte des Kulturzentrums. Guido Beck erinnert sich noch zu gut an diese Abend: „Die Musik-Anlage war sehr bescheiden. Es klang wie die Hölle.“

Gastspiel in der Westfalenhalle III

Sei’s drum. Den Fans gefiel es, und die Nachwuchsband sorgte danach in der Region für Furore. Zahlreiche Auftritte im Großraum Hagen, im Märkischen Kreis und sogar in der Westfalenhalle III in Dortmund folgten, bis berufliche Gründe die jungen Männer nach Berlin oder Bonn verschlugen und damit das Ende der Band vorprogrammiert war. Dirk Mankel: „Offiziell aufgelöst haben wir uns aber nie. So haben wir im Jahr 1998 im Werkhof ein Revival-Konzert gegeben.“

Deshalb freut sich Guido Beck (Bochum) am heutigen Abend mit „KBB“ auftreten und zur Rettung des Werkhofes beitragen zu können. „Drei oder vier Songs werde ich singen.“

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