Essstörungen

Aktion „Innenwelten“ zur Prävention von Essstörungen

Klären über Essstörungen auf (von links): Werner Hahn (Lutz), Ingrid Liefke, (AWO Suchtberatung), Johann Dieckmann, Dr. Gerhard Koch (beide Lions), Christiane Koop (Gut Harkorten), Meinolf Korte (Lions), Kirsten Lange (kommunale Drogenhilfe) und Thomas Küfner (Lions). Foto:Michael Kleinrensing

Klären über Essstörungen auf (von links): Werner Hahn (Lutz), Ingrid Liefke, (AWO Suchtberatung), Johann Dieckmann, Dr. Gerhard Koch (beide Lions), Christiane Koop (Gut Harkorten), Meinolf Korte (Lions), Kirsten Lange (kommunale Drogenhilfe) und Thomas Küfner (Lions). Foto:Michael Kleinrensing

Hagen.   In Hagen finden derzeit die Aktionswochen „Innenwelten“ zur Prävention von Essstörungen statt. Es gibt etliche Veranstaltungen zum Thema.

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Die Zahlen sind erschreckend: Nach der repräsentativen Studie der Gesundheit Erwachsener in Deutschland leiden 1,5 Prozent aller Frauen und 0,5 Prozent aller Männer an Essstörungen. Die Dunkelziffer dürfte immens hoch sein; Kinder und Jugendliche sind in der Studie nicht erfasst. Auf Hagen bezogen bedeuten die Zahlen, dass fast 2000 Erwachsene (1485 Frauen und 474 Männer) in unserer Stadt betroffen sind.

Grund für den Lions Club Hagen- Mark, das Projekt „Innenwelten“ zur Prävention von Essstörungen zu unterstützen.

Adventskalenderaktion für guten Zweck

Zum Hintergrund: Seit Jahren organisiert der Service-Club eine Adventskalenderaktion, dessen Erlös für gemeinnützige Zwecke verwendet wird. Die Summe – 2016 kamen stolze 25 000 Euro zusammen – fließt zu gleichen Teilen in vier Projekte.

Eines besagter Projekte ist „Innenwelten“, das der Lions Club Hagen-Mark mit knapp 6300 Euro unterstützt. „Wir sind einer Veranstaltungsgemeinschaft beigetreten. Die Aktionswochen, die besonders auf junge Menschen zugeschnitten sind, sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Etliche Kooperationspartner, unter anderem die AWO Suchtberatung, die Kommunale Drogenhilfe und der Fachbereich Jugend und Soziales ziehen an einem Strang“, erläutert Johann Dieckmann, Pressereferent des Clubs.

Prävention durch Früherkennung

Bereits seit Mai wird im Rahmen der Aktionswochen die Bevölkerung mit unterschiedlichen Angeboten auf das Thema Essstörungen aufmerksam gemacht. „Wir setzen auf Prävention durch Früherkennung, wir möchten das bereits bestehende Hilfesystem vernetzen und die Angebote transparenter darstellen“, fasst Ingrid Liefke von der AWO Suchtberatung zusammen.

„Frühzeitiges Gegenlenken

„Frühzeitiges Gegenlenken“, heißt die Botschaft in Kürze. „Wer sich in seinem Alltag nur noch mit dem Thema Essen beschäftigt, ist in Gefahr“, warnt die Suchtexpertin. Und sie weiß, dass die Dunkelziffer bei Jungen bzw. Männern weit höher ist als bei Mädchen bzw. Frauen, „weil es ein schamhaft besetztes Frauenthema ist“.

beschwerliche Laufen mit einer Essstörung symbolisiert, machen wir auf das Krankheitsbild aufmerksam“, sagt Liefke.

Eine Ernährungspsychologin lädt am Montag, 3. Juli um 18 Uhr zum Workshop „Baustellen rund um unsere Nahrungsaufnahme“ ins Gut Harkorten/ Belle Maison ein, an gleicher Stelle findet am Samstag, 2. September, ab 19.30 Uhr ein Abend-Sommerfest statt.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

>>>TERMINE

  • Zwei Schauspielerinnen aus München bringen das realistische, intensive Theaterstück „Food Diaries“ im jungen Theater Lutz auf die Bühne. Beide Veranstaltungen (am 4. Juli um 19.30 Uhr für Erwachsene und Berufsschüler sowie am 5. Juli um 12 Uhr für Schüler ab 13 Jahren) sind bereits ausverkauft.
  • Ein interaktives Ausstellungsprojekt „Klang meines Körpers“ richtet sich an Schüler ab 13 Jahren. Fachkräfte begleiten die Schüler durch die Ausstellung mit Workshop-Chrakter, die die Ev. Jugendhilfe in der Bergstraße 121 realisiert hat. Die Ausstellung kann vom 4. bis 15. Spetmber jeweils ab 10 Uhr besucht werden.
  • Eine Rückschau auf die gesamten Wochen sowie eine fotografische Präsentation der Schülerarbeiten (Kunstobjekte), die im Rahmen der Essstörungs-Aktion hergestellt wurden, werden im Laufe des Dezembers in einem Ladenlokal in der Einkaufspassage Rathausgalerie („Kunstraum“) gezeigt.

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