Kultur

Theater verabschiedet sich mit „Kiss Me, Kate“ in den Sommer

Sind ab Samstagabend im Musical „Kiss Me, Kate“  auf der Hauptbühne des Theaters zu sehen (von links): Emily Newton, Kenneth Mattice, Nathalie Parsa und Tillmann Schnieders. Foto:Klaus Lefebvre

Sind ab Samstagabend im Musical „Kiss Me, Kate“  auf der Hauptbühne des Theaters zu sehen (von links): Emily Newton, Kenneth Mattice, Nathalie Parsa und Tillmann Schnieders. Foto:Klaus Lefebvre

Hagen-Mitte.   Das Hagener Theater bringt das beschwingte Musical „Kiss Me, Kate“ mit Musik von Cole Porter auf die Bühne.

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Beschwingt, leicht, mit ein wenig Erotik, die letzte Premiere vor der Sommerpause im Bereich Musiktheater passt in die Jahreszeit.

Draußen heiß und hitzig auf der Bühne – „Kiss Me, Kate“ bringt Trubel und Zoff auf die Bühne und hinter die Kulissen. Das weltberühmte Musical von Cole Porter, das auf der Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ von Shakespeare basiert, feiert am Samstag,16. Juni, im Theater Premiere.

1948 am Broadway uraufgeführt

„Kiss Me, Kate“ wurde 1948 am Broadway uraufgeführt – und umjubelt. 70 Jahre später hat das Stück, das von Geschlechterkampf und Rollenverständnis handelt, auch durch die Mee-Too-Debatte an Aktualität gewonnen.

„Mit dem Ex-Mann zusammen arbeiten zu müssen, das wäre für die meisten Frauen bestimmt nicht lustig. Fürs Publikum ist es das aber schon“, verspricht Dramaturgin Corinna Jarosch.

Die doppelte Ebene, die der Zuschauer erlebt – eine Musical-Compagnie spielt auf der Bühne ein Stück, gleichzeitig blickt das Publikum aber auch hinter die Kulissen und erlebt spitze Wortgefechte und Eifersüchteleien zwischen den Protagonisten – wird erst durch den Einsatz der Drehbühne möglich.

„Und durch die Kostüme“, ergänzt Siegfried E. Mayer. In Szenen, in denen „die echte Komödie“ gespielt wird, tragen die Akteure klassische Kostüme, beim Blick hinter die Kulissen Alltagsgarderobe.

Musikalischer Witz

2003 wurde „Kiss Me, Kate“ zuletzt am Hagener Theater gespielt, damals in der gängigen Orchesterfassung. Nun bedient sich das Produktionsteam der aktuelleren, 1999 von Don Sebesky geschriebenen Fassung.

„Der Big-Band-Sound mit Charleston- und Swing-Nummern ist mitreißend. Und Schauspiel und Revue-Nummern zusammenzubringen, macht einfach Spaß“, unterstreicht Steffen Müller-Gabriel, musikalischer Leiter.

Musikalischer Witz einmalig

Regisseur Roland Hüve nickt, fügt jedoch an: „Es ist zwar eine neue Orchestrierung, doch über allem schwebt dennoch Cole Porter. Sein musikalischer Witz ist einmalig.“ Und mitreißende Melodien des Komponisten wie „Too Darn Hot“ und „So in Love“ sind auch im Hagener Theater zu hören.

Übrigens: Emily Newton und Kenneth Mattice besetzten die Rollen von Lilli und Fred. Auch im wirklichen Leben sind die beiden ein Paar. In „Kiss Me, Kate“ können die gebürtigen Amerikaner ihr komödiantisches Talent in vollen Zügen unter Beweis stellen.

Trotz einer Spielzeit von etwa zweidreiviertel Stunden (inklusive Pause) verspricht Regisseur Hüve einen kurzweiligen Abend: „Wir haben einige Kürzungen vorgenommen. Das Stück ist straff inszeniert.“

>>>INFOS

  • Seit etlichen Jahren unterstützt die Sparkasse das Hagener Theater. Auch für die Spielzeit 2017/18 hat das Bankhaus 26 000 Euro zur Verfügung gestellt.
  • Für die Premiere am Samstag um 19.30 Uhr gibt es noch Karten. Weitere Aufführungen finden am 22., 26. und 29. Juni sowie am 4. und 8. Juli statt.

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