Komödie

Tierisch gelungene Premiere im Theater an der Volme in Hagen

Premiere mit Hunden: Matthias Geck, Ariane Raspe, Roman Weber, Hastings, Carola Schmidt und Barnaby im Theater an der Volme.

Foto: Birgit Ebbert

Premiere mit Hunden: Matthias Geck, Ariane Raspe, Roman Weber, Hastings, Carola Schmidt und Barnaby im Theater an der Volme. Foto: Birgit Ebbert

Hagen-Mitte.   „Hühnchen, ich hab einen Liebling zu rupfen“ heißt die neue Komödie im Theater an der Volme. Sie feiert eine gelungene Premiere.

In diesem Fall war der Theaterabend tierisch. Tierisch gut – im wörtlichen Sinne. Die Komödie „Hühnchen, ich hab einen Liebling zu rupfen“ feierte am Freitag im Theater an der Volme Premiere. Über einen Psychiater vor dem Kollaps und redescheue Vierbeiner auf der Therapeuten-Couch.

Das Opfer des Abends trug Brille und Fliege: Der gutmütige Dr. Hannes Rauhenstein ist ein Professor mit besonderer Leidenschaft. Als Psychiater pflegt er seit vielen Jahren die ramponierten Seelen seiner Patienten – zum Leidwesen von Gattin Michelle, die gerne mehr Zeit mit ihrem Mann verbringen würde.

Eine Französin mit Temperament und Akzent

Als plötzlich Michelles Schwester Aurelie vor der Tür steht, löst sich der geordnete Praxis-Alltag von Dr. Rauhenstein jedoch schneller auf als ein französischer Ofenkäse. Mit Temperament und Akzent macht die Französin Aurelie aus den heiligen Hallen des Psychiaters kurzerhand eine Tierarztpraxis – und wirbt Dr. Rauhenstein gleich seine Patienten ab.

So wartet der Frauen-Hasser „Mario“ nun auf eine Tollwut-Impfung und die hibbelige „Frau Blökle“ auf Hunde-Leckerchen. Dem verzweifelten Psychiater bleibt zunächst nichts übrig, als sich anzupassen – und so lädt er einen redescheuen Rauhaardackel auf die Therapeuten-Couch. Am Ende der 90-minütigen Therapie-Sitzung auf der Bühne stand ein filmreifer Hollywood-Kuss von ungeahnter Seite und für Dr. Rauhenstein eine Erkenntnis, die sein Leben ändern sollte.

Viele Pointen in den Dialogen

Die Komik aus ruhigem Psychiater, wilder Französin und skurrilen Patienten-Wechseln funktionierte von Beginn an und wurde mit Stoß-Gelächter aus den fast ausverkauften Zuschauerreihen honoriert. Dies lag nicht zuletzt an den Akteuren auf der Bühne. Sei es Roman Weber als therapiebedürftiger Frauen-Hasser „Mario“, die hibbelige Patientin „Frau Blökle“, gespielt von Carola Schmidt, oder Ariane Raspe als temperamentvolle Französin „Aurelie“ – das Zusammenspiel der Charaktere war abgestimmt und sorgte in den Dialogen für reichlich Pointen.

Auch Matthias Geck machte als Psychiater Dr. Hannes Rauhenstein eine gute Figur. Für ihn war es eine Premiere: „Wie die Leute lachen, an welchen Stellen sie lachen – das war für mich neu“, verriet Geck, der bislang noch keine Komödie gespielt hatte.

38 Frauen kommen im Reisebus aus Halver

Trotz fehlender Erfahrung sprang der Funke zum Publikum über. „Ich bin eigentlich kein Komödien-Freund, aber das Stück hatte eine besondere Art von Humor – die hat mir gefallen“, lobte Stammgast Birgit Ebbert das Drehbuch.

Aber auch unbekannte Gesichter genossen den Premieren-Abend im Theater an der Volme: „Das Stück war sehr unterhaltsam und auch das Theaterhaus gefällt mir gut“, lobte Angelika Kiera. Sie ist Vorstandsmitglied der Katholischen Frauengemeinschaft aus Halver und reiste mit 38 Frauen im Reisebus an. „Aus unserer Gruppe war mal jemand hier, die hat uns den Tipp gegeben“, erzählte Kiera.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik