Ermittlungen

Tierschutzorganisation Peta zeigt Hegering nach Drückjagd an

Nach einer aus Sicht der Jäger erfolgreichen Drückjagd hat die Tierschutz-Organisation Peta Anzeige erstattet. Im Fokus steht jetzt der Vorsitzendes des Hegerings Breckerfeld.

Nach einer aus Sicht der Jäger erfolgreichen Drückjagd hat die Tierschutz-Organisation Peta Anzeige erstattet. Im Fokus steht jetzt der Vorsitzendes des Hegerings Breckerfeld.

Breckerfeld.   Die Tierschutzorganisation Peta hat wegen einer Drückjagd Strafanzeige gegen Jäger erstattet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Verärgerung am Rande der Jahreshauptversammlung des Hegerings Breckerfeld. Auf Betreiben der Tierschutzorganisation Peta hat die Staatsanwaltschaft Hagen ein Strafverfahren zunächst gegen alle Teilnehmer der jüngsten Drückjagd eingeleitet hat.

Da die Polizei diese nicht alle ermitteln konnte, wurde am Ende gegen die Vorsitzende des Hegerings Ennepetal als Organisatorin der Maßnahmen Strafanzeige gestellt. Das Verfahren läuft noch.

Verfahren werden in den meisten Fällen eingestellt

Das Vorgehen der Tierschutzorganisation ist nicht neu. Bei Jagden dieser Art kommt es bei der Staatsanwaltschaft nahezu jedes Mal zu einer Strafanzeige. Die Verfahren werden meisten eingestellt.

Erfolgreich sei die revierübergreifende Drückjagd im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis aus Sicht des Hegerings dafür aber gewesen. Sie hatte die Senkung der Zahl des Schwarzwildes als Ziel: Von den insgesamt fast 70 Wildschweinen seien in Breckerfelder Revieren 28 erlegt worden. Achim Renzi: „Die staatlichen Ämter unterstützten ausdrücklich diese große Jagd aus öffentlichem Interesse heraus.“

Hegering Breckerfeld nimmt vier neue Mitglieder auf

Größer wird auch das Interesse am Hegering selbst. Bester Beleg: Renzi freute sich bei der Jahreshauptversammlung im „Gasthof zur Post“ über vier neue Mitglieder. Beeindruckt waren auch die Bilder vom Naturfotografen Kevin Winterhoff, der im Verlauf des Abends eine Dia-Schau mit Tierfotos aus heimischen Revieren durch alle Jahreszeiten zeigte.

Im Jahresrückblick des Hegeringleiters informierte Achim Renzi die Mitglieder zunächst über Aktionen der Kreisjägerschaft (KJS) Ennepe-Ruhr: Die rollende Waldschule, als eingetragener Verein „Lernort Natur Ennepe-Ruhr“ von 109 Mitgliedern der KJS getragen, feierte 2016 ihr 20-jähriges Bestehen: „Mit ihren Aktionen informiert die ,rollende Waldschule’ nicht nur bei ihrer Arbeit in Schulen und Kindergärten über die Vielfalt des Lebens in Wald und Flur. Durch ihre Auftritte auf Volksfesten, Bauernmärkten und Stadtfesten findet sie viel Interesse auch bei Erwachsenen.“

Gut besuchtes Übungsschießen in Ehringhausen

Dank sagte er allen Mitgliedern, die bei den örtlichen Aktionen des Hegerings (gemeinsamer Fuchsansitz im Sommer, Spießbraten mit den Familienangehörigen, Auftritte der Bläsergruppe) tätig waren. Stefan Krippendorf berichtete über die gut besuchten Termine des monatlichen Übungsschießens auf dem Schießstand Ehringhausen: „Beim Kreispokal der KJS belegte unsere Mannschaft den vierten Platz. Bei den Altersschützen schaffte es Rainer Dangel aufs Treppchen.“

Detlef Faust gab einen Bericht zur Hundearbeit: „Erfolgreich haben wir Einzelstunden für Hundeführer und ihre Jagdhunde aber auch für Privatpersonen für ihre Begleithunde gegeben.“

Für Führer von Jagdhunden gab es zwei Termine, bei denen unterschiedliche Anschüsse konkret „nachgelegt“ wurden. Diese Arbeit sei notwendig, um gut ausgebildete Hunde aus Tierschutzgründen nach Verkehrsunfällen und Fehlschüssen erfolgreich einsetzen zu können.

>>HINTERGRUND: WILD WIRD „MOBIL“ GEMACHT

  • Bei einer Drückjagd jagen mehrere Jäger und Treiber.
  • Durch die Treiber wird das Wild „mobil“ gemacht und kommt den Jägern meist relativ langsam nahe.
  • So kann das Wild gemäß den Vorgaben des Jagdleiters tierschutzgerecht erlegt werden.

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