Tipps für Eltern superschlauer Kinder

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In Summe engagieren sich viele Hundert Menschen in Hagen in Selbsthilfe- und Lebensberatungsgruppen in Hagen. Wir stellen jede Woche eine dieser Gruppen in einem Steckbrief vor. Diesmal: die Selbsthilfegruppe Eltern hochbegabter Kinder , die am heutigen Montag ihren 16. Geburtstag feiert.

1. Was genau versteht man unter Hochbegabung, und wann gilt ein Kind als hochbegabt? „Mögliche Hinweise auf intellektuelle Hochbegabung im Kindesalter sind u. a. auffällige Auffassungsgabe und ­Konzentrationsfähigkeit, ein leistungsstarkes Gedächtnis, komplexe, originelle Gedankengänge, starkes Interesse am Umgang mit älteren ­Kindern (oder: beim Fehlen adäquater ­Spielpartner Neigung zum Alleinspiel), Widerwille gegen Routineaufgaben und ­Wiederholungen, Ausdauer und Belastbarkeit bei selbst gestellten Aufgaben sowie ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und Hinter­fragen von Themen wie Moral und Ethik.

All diese Fähigkeiten klingen im ersten Moment positiv, doch die betroffenen Eltern haben oftmals große Schwierigkeiten, den Anforderungen, die die Kinder an sie stellen, gerecht zu werden bzw. den enormen Wissensdurst ihres Nachwuchses zu stillen. Nicht selten kommt es dann aufgrund von Unterforderung auch zu psychosomatischen Störungen (z. B. Autoaggression) und – absurderweise – sogar zum Schulversagen.

2. Wie kann die Selbsthilfegruppe betroffenen Eltern helfen? Die Selbsthilfegruppe bietet Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfe von Eltern hochbegabter Kinder. Besonders das Problem „Schulversagen“ soll hier bearbeitet, Hilfsangebote sollen gesammelt werden.


3. Wo und wann findet das Treffen statt? Muss ich mich anmelden? Die Eltern treffen sich in der Regel am 3. Mittwoch eines Monats bei Gruppen-Gründerin Maria Gärtner, gelegentlich aber auch woanders. Daher ist eine kurze E-Mail-Nachfrage bzw. Anmeldung erwünscht.


4. Seit wann gibt es die Gruppe? Sabine Maria Gärtner ist Vorstandsmitglied der DGhK-Rhein-Ruhr (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind) und gründete im Jahr 2000 eine eigene Selbsthilfegruppe für betroffene Eltern aus Hagen. Ihr eigener hochbegabter Sohn hatte in der Grundschule massive Probleme und war nicht mal in der Lage, richtig zu schreiben oder das Einmaleins bewältigen zu können. Er entwickelte sogar eine Schulphobie, war depressiv. Regelmäßig bekam er Migräneattacken.

2008 wurde dann das Netzwerk Besondere Begabung Hagen (NBBH) gegründet. Das Netzwerk engagiert sich für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderer Begabung in der Volme­stadt: Der Zusammenschluss aus Vertretern aller Schulformen und aller Beratungsstellen der Stadt Hagen organisiert unter anderem Fortbildungen und berät ebenfalls alle Hilfesuchenden.

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