Polizei

Tödliche Schüsse auf 24-Jährige: Tatverdächtiger in U-Haft

Mitglieder des Spezialeinsatzkommandos führen den Täter in der Helmholtzstraße in Altenhagen ab.

Mitglieder des Spezialeinsatzkommandos führen den Täter in der Helmholtzstraße in Altenhagen ab.

Foto: Michael Kleinrensing

Altenhagen.   Ein 25-jähriger Mann soll auf seine Partnerin geschossen haben. In der Nacht erlag sie ihren Verletzungen. Der Verdächtige wurde festgenommen.

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Dramatische Szenen in Altenhagen: Ein 25-jähriger Mann soll am Freitagnachmittag seine 24-jährige Partnerin schwer mit einer Schusswaffe verletzt haben. Die Frau ist in der Nacht zu Samstag an den Folgen ihrer Schussverletzung verstorben. Der mutmaßliche Täter konnte von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen werden. Am Samstag wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Der Mann hatte sich in der Wohnung von Verwandten verschanzt. Nach Informationen dieser Redaktion soll er ein Kind bei sich gehabt haben. Die Polizei bestätigte dies allerdings nach der Festnahme nicht.

Auslöser für den Streit noch unklar

Behringstraße, 13.45 Uhr: In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus kam es zu dem folgenschweren Streit zwischen dem 25-Jährigen und seiner 24-jährigen Partnerin. Worum es dabei ging – dazu kann die Polizei nach der Festnahme noch keine Angaben machen. Auch ob das Paar verheiratet war oder ob der 25-Jährige und die 24-Jährige lediglich liiert waren, ist noch offen.

SEK nimmt Gewalttäter fest

In Altenhagen ist es am Nachmittag zu einer Beziehungstat gekommen. Ein Mann soll eine Frau angeschossen haben. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den 25-jährigen Täter fest. Polizei-Pressesprecher Uli Hanki zum Tathergang.
SEK nimmt Gewalttäter fest

Fest steht nur: Der Mann zog eine Waffe, schoss auf die Frau, traf und verletzte sie schwer. Die Frau schleppte sich ins Treppenhaus und brach dort blutend zusammen.

Täter flüchtet in die Wohnung von Verwandten

Bei der Alarmierung gingen Rettungskräfte und Polizei zunächst noch von einer Verletzung durch einen Sturz aus. Erst vor Ort stellte sich heraus, dass die 24-Jährige durch eine Schusswaffe verletzt worden war. Die Ermittlungen der Polizei liefen umgehend an.

Der Täter flüchtete in die Wohnung von Verwandten, die nur wenige hundert Meter entfernt vom Tatort in der Helmholtzstraße leben. Während in der Behringstraße die Spurensicherung der Kriminalpolizei die Arbeit aufnahm, rückten in der Helmholtzstraße Spezialeinsatzkräfte der Polizei an. „Da wir nicht ausschließen konnten, dass der Mann weiter bewaffnet ist, haben wir uns dazu entschieden“, erklärte Polizeisprecher Uli Hanki später.

25-Jähriger lässt sich widerstandslos festnehmen

Ein Spähtrupp erkundete zunächst das Mehrfamilienhaus an der Helmholtzstraße. Familien mit ihren Kindern wurden von den Polizisten aus dem Haus geführt. Gegen 17.40 Uhr erfolgte schließlich der Zugriff. „Der Täter hat sich am Ende widerstandslos festnehmen lassen“, so Polizeisprecher Uli Hanki. Der 25-Jährige wurde von den Einsatzkräften aus dem Haus gebracht, in ein Zivilfahrzeug gesetzt und zur weiteren Vernehmung in Richtung Polizeipräsidium gefahren.

Während des Zugriffs war die Helmholtzstraße von beiden Seiten aus gesperrt. Auch Anwohner wurden nicht in ihre Wohnungen gelassen. Das Geschehen wurde von Schaulustigen verfolgt. Einige mussten von den Polizeibeamten immer wieder ermahnt werden, sich vom Geschehen fern zu halten.

Noch am Freitagabend setzten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Nils Warmbold ist der zuständige Staatsanwalt. Von der Tatwaffe fehlte zunächst jede Spur. Polizeibeamte suchten sie am Abend im Stadtteil.

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