380-kV-Höchstspannungs-Trasse

Transparenz für die Bürger schaffen

Durch die Trasse Reh-Nord würden die Wohngebiet Reher Heide und Teile Elseys deutlich entlastet.

Durch die Trasse Reh-Nord würden die Wohngebiet Reher Heide und Teile Elseys deutlich entlastet.

Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.   Auf Transparenz im Planungsverfahren zu den Höchstspannungs-Trassen durch Hohenlimburg setzt Netzbetreiber Amprion.

„Bürger, Politiker und Verwaltung sollen wissen, worüber sie reden. Wir wollen deshalb größtmögliche Transparenz zu den geplanten 380-kV-Höchstspannungsleitungen schaffen.“ Das betonen die drei Mitarbeiter des Netzbetreibers Amprion, die am heutigen Nachmittag zunächst im Umweltausschuss der Stadt Hagen (16 Uhr, Rathaus, Raum A 201)) einen detaillierten Einblick in die Planungen geben wollen und danach in der Sitzung der Bezirksvertretung Hohenlimburg im Rathaus an der Freiheitstraße zu Gast sein werden. „Wir wollen in Hohenlimburg gegen 17.15 Uhr eintreffen“, plant Claas Hammes (Projekt-Kommunikation)

150 Meter breite Schneise

Ziel des Netzbetreibers ist es, eine rechtssichere Antrags-Trasse zu schaffen, die einer Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig standhält. Deshalb möchte das Unternehmen frühzeitig die Interessen der Bürger in das Verfahren einfließen lassen. Insbesondere bei der jetzt von der Stadt Hagen priorisierten Variante Reh-Nord. Die Amprion wünscht, so Claas Hammes, zeitnah einen Vor-Ort-Termin mit den Umweltbehörden und den Naturschutzverbänden sowie den weiteren Fachbehörden. Um zu erfahren, wie diese die bei einer Trassenführung Reh-Nord notwendigen ökologischen Eingriffe bewerten und die damit verbundenen Kompensationsfragen, nämlich die Anpflanzung neuer Bäume und Büsche, sehen. Denn bei der Variante Reh-Nord müsste eine bis zu 150 Meter breite Schneise in den Wald geschlagen werden, um die bis zu 70 Meter hohen Masten bauen zu können. Anschließend würden weite Teile dieser Schneisen wieder aufgeforstet.

Heute 3-D-Präsentation

Umweltschutz- und Umweltverträglichkeit ist nämlich eine wichtige Säule für die Planung; die andere ist der Erwerb der für die Trassenführung benötigten Grundstücke. In die Verhandlungen mit den Eigentümern wird der Netzbetreiber aber erst dann eintreten, wenn die relevanten Umweltschutzfragen geklärt sind.

Heute werden die Amprion-Mitarbeiter eine 3-D-Präsentation vorstellen und u.a. zeigen, wie sich bei der Variante Reh-Nord die Landschaft durch den Abbau der alten Leitungen und den Bau der neuen verändern wird. Elsey und die Reher Heide werden dadurch entlastet. Als problematisch erweist sich der Bereich Kirchenberg mit dem Terrassen-Hochhaus an der Berliner Allee und dem sich östlich anschließenden Löhenbusch. Denn aktuell wird darüber nachgedacht, bei der Variante Reh-Nord, die Höchstspannungs-Trasse moderat nach Osten zu verschieben. Auch das soll heute Nachmittag deutlich gemacht werden.

Mit Informationsmärkten vor Ort möchte die Amprion dann im Spätherbst den Bürgern weitere Möglichkeiten der Mitgestaltung bieten, um auch dann noch die Bürgermeinungen zu erfahren und einfließen zu lassen. Wohl wissend, dass es unmöglich ist, allen Anwohnern gerecht zu werden.

Ab 17.15 Uhr in der Bezirksvertretung

Claas Hammes (Projekt-Kommunikation) wird ab ca. 17.15 Uhr in der Sitzung der Bezirksvertretung (Beginn: 16 Uhr, Rathaus Hohenlimburg) mit Jörg Piotrowski (Umweltplaner) und Thomas Wühle (Planung und Genehmigung) zur 380-kV-Höchstspannungsleitung Rede und Antwort stehen.

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