Trendsport-Park oder Wurstmuseum?

Wehringhausen. Wo früher Vieh-Agenten ihre Büros hatten, montagsmorgens ein Viehmarkt stattfand und jahrzehntelang Schweine und Rinder geschlachtet wurden, könnten demnächst Skater und Biker in der Halfpipe ihre Runden ziehen. Oder türkische Hochzeiten ge

Um coole Ideen für den alten Schlachthof in Wehringhausen ging es gestern Nachmittag bei der Auftaktveranstaltung "Cool-Tour-Hof".

Zum Hintergrund: 2005 hat der Schlachthof seinen Betrieb aufgegeben, lediglich drei Betriebe zerlegen derzeit noch. Außerdem werden einige Räume durch Musikbands, als Schrauberwerkstatt oder Lager genutzt. "Die Stadt hat mit der Fläche finanzielle Probleme. Das Areal verursacht mehr Kosten als durch Miete eingenommen wird", fasste Baudezernent Thomas Grothe zusammen. Die 22 000 qm große Fläche (davon 10 000 qm bebaut) solle für den Stadtteil und seine Bürger attraktiv gemacht werden, darum suche man Ideengeber und Investoren. "Wie sieht es hier in fünf Jahren aus? Ihre Fantasie ist nun gefragt", appellierte Eva Kaus-Köster. "Die Bürger können die Tornister für die Planer packen", betonte die Moderatorin.

Im Klartext: Drei Architekturbüros aus Hagen und ein Büro aus Köln haben gestern die Planungsunterlagen für das Schlachthof-Areal erhalten. In vier Wochen werden sie ihre Stegreifentwürfe, basierend auf den Vorschlägen der Bürger, die gestern anwesend waren, präsentieren.

Roger Schewe war einer von rund 100 Interessierten, die an der Ortsbegehung teilnahmen. Sein Vorschlag: "Ein Indoor-Park für Skater und Biker." Hans-Werner Wischnewski vom Sportamt präferierte ein kombiniertes Trendsport-, Gesundheits- und Fitnesszentrum. "Wichtig ist, eine gewinnorientierte Nutzung zu avisieren und Fördertöpfe anzuzapfen. Und man sollte alle Altersklassen ansprechen." Ein Bürger warnte, bestehende Mietverträge zu kündigen. Und Petra Skerra, Anwohnerin der Minervastraße, mahnte an, Lärm durch Großveranstaltungen zu unterbinden.

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