Hagener Politik

Überschaubare Auswahl an Nachfolgekandidaten für Stadtbaurat

Über die Nachfolge von Stadtbaurat Thomas Grothe will der Hagener Rat im Februar entscheiden.

Über die Nachfolge von Stadtbaurat Thomas Grothe will der Hagener Rat im Februar entscheiden.

Foto: Kleinrensing

Hagen.   In der Februar-Sitzung des Rates soll über die Nachfolge von Stadtbaurat Grothe entschieden werden. Das Heer der Bewerber ist überschaubar.

Die Suche nach einem Nachfolger von Stadtbaurat Thomas Grothe hat bislang eine überschaubare Auswahl an Interessenten ergeben. Anfang Dezember ist die offizielle Bewerbungsfrist für die Stelle des künftigen Technischen Beigeordneten abgelaufen und es soll sich lediglich ein halbes Dutzend Interessenten für den Job, der zum 1. Mai 2019 zu besetzen ist, gemeldet haben. Darüber hinaus laufen noch Direktansprachen des begleitenden Personalberaters.

Anforderungsprofil modifiziert

Auf Empfehlung dieses externen Experten war das von der Politik ursprünglich formulierte Anforderungsprofil mit den erforderlichen Befähigungen für den Grothe-Nachfolger im Rahmen des Ausschreibungsprozesses noch einmal aufgeweicht worden, um – so formuliert es der Fachbereich Personal und Organisation – „einen größeren Kreis von Bewerberinnen und Bewerbern anzusprechen“.

Da parallel mehrere vergleichbare Positionen im Bundesgebiet zu besetzen seien, fürchtete man mit zu weitreichenden Ansprüchen an die Befähigungen keine nennenswerte Personalauswahl treffen zu können. Entsprechend wurde durch einige redaktionelle Änderungen die Stellenanzeige etwas allgemeiner formuliert.

Kandidat soll 16 Jahre bleiben

Angesichts des anhaltenden Baubooms in Deutschland sind in der Architekten- und Planungsbranche aktuell offenkundig auf dem freien Markt deutlich höhere Gehälter zu erzielen als im Kommunalbesoldungskorsett (Grothe: 112.642 Euro), wo sich die Bewerber zudem für mindestens acht Jahre binden müssten.

In Hagen wird sogar ein Beigeordneter für möglichst zwei Amtszeiten gesucht, damit dieser den bis in das Jahr 2035 reichenden Prozess rund um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) kompetent begleiten kann.

Ende Januar wird das vorsortierte Bewerberfeld hinter verschlossenen Türen erstmals der Politik präsentiert. Zwei bis drei vorgefilterte Kandidaten werden sich dann im Haupt- und Finanzausschuss sämtlichen Ratsmitgliedern vorstellen können. Im Rat selbst soll im Februar letztlich ein geeigneter Interessent zur Abstimmung gestellt werden.

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