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Unzureichende Antworten aus dem Hagener Theater

Ein sichtlich verstimmter OB Schulz ließ gestern nach der ersten kursorischen Durchsicht der Unterlagen durch einen Sprecher lediglich ausrichten, dass sein Team das ­Wochenende nutzen werde, um nach substanziellen Ideen in dem Theaterpaket zu suchen.

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Ein sichtlich verstimmter OB Schulz ließ gestern nach der ersten kursorischen Durchsicht der Unterlagen durch einen Sprecher lediglich ausrichten, dass sein Team das ­Wochenende nutzen werde, um nach substanziellen Ideen in dem Theaterpaket zu suchen. Foto: WP

Hagen.   Am späten Donnerstagabend ging doch ein knapp 60-seitiges Papier im Rathaus ein, in dem die Theaterleitung den fragen-Katalog des OB beantwortet.

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Das Taktieren zwischen Theaterleitung und Oberbürgermeister Erik O. Schulz geht in seine nächste Runde: Auf den letzten Drücker haben Intendant Norbert Hilchenbach, GMD Florian Ludwig und Theater-Geschäftsführer Michael Fuchs am späten Donnerstagabend dann doch noch fristgemäß ihre Antworten auf den Fragenkatalog des Verwaltungschefs per E-Mail dem Rathaus zugestellt. Das knapp 60-seitige Dokument, das am Freitagmorgen zudem noch in Papierform nachgeschoben wurde, besteht neben einem vierseitigen Anschreiben im Wesentlichen aus Zahlenkolonnen, die zum Teil auch noch unleserlich kopiert oder auf dem Kopf stehend eingescannt wurden. Ein angesichts dieser Reaktion sichtlich verstimmter OB Schulz ließ gestern nach der ersten kursorischen Durchsicht der Unterlagen durch einen Sprecher lediglich ausrichten, dass sein Team das ­Wochenende nutzen werde, um nach substanziellen Ideen in dem Theaterpaket zu suchen.

Spartenschließungen vorgeschlagen

Hinter den Kulissen des Rathauses sickerte aber bereits gestern durch, dass die Antworten des Theaters zu den 13 dezidierten Fragen des OB absolut unzureichend seien. Die gGmbH beziehe durchgehend Ganz-oder-gar-nicht-Positionen, so hieß es im Schulz-Umfeld, präsentiere keinerlei Varianten abseits von Spartenschließungen, nur eine unzureichende Fluktuationsanalyse und kaum belastbare Prognosedaten. Insgesamt lasse die Reaktion kaum Bereitschaft erkennen, so ein Rathaus-Insider, dass die amtierende Theaterleitung bis 2018 weitere Einsparungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro zu liefern gedenke.

Letzter Gesprächsversuch

OB Schulz wollte sich gestern noch nicht festlegen, wie er auf die Antwort des Theaters zu reagieren gedenke. Zunächst möchte er – gemeinsam mit Kämmerer Christoph Gerbersmann – noch einmal im ­direkten Gespräch mit der Theaterspitze appellieren, wieder auf einen konstruktiveren Diskussionskurs einzuschwenken. Sollte dies nicht gelingen, steht die Einschaltung externer Prüfer im Raum.

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