Maskottchen

USA-Auftritt: Hohenlimburger erfüllt sich Kindheitstraum

Die Beißerchen sitzen: Besondere Freude, so Felix Schumachers Eindruck, empfanden die Chinesen.

Die Beißerchen sitzen: Besondere Freude, so Felix Schumachers Eindruck, empfanden die Chinesen.

Foto: privat

Hohenlimburg.  Felix Schumacher wurde für ein Engagement als Maskottchen von einer Firma aus Houston gebucht. Für den 24-Jährigen ging ein Traum in Erfüllung.

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„Ein Kindheitstraum ging in Erfüllung.“ Das sagt Felix Schumacher (24) nach seiner Rückkehr aus Houston in Texas. Denn im Mutterland der Maskottchen in den USA durfte er für zwei Tage die Menschen glücklich machen und zum Lachen bringen. Eingeladen hatte den Hohenlimburger das in Houston ansässige Unternehmen „Zwick Valves“, das sich in Texas als einer von rund 600 Ausstellern auf der Messe „World Expo Amerika“ vorstellte.

Der Armaturenhersteller hatte Felix Schumacher zuvor für einen Maskottchen-Auftritt in Italien gebucht und so großen Gefallen an dessen Fähigkeiten gefunden, dass er ihn sogar für ein Engagement in Houston (Texas) köderte. Der 24-jährige ehemalige Hildegardis-Schüler, der seit zwei Jahren unterm Schloss wohnt und sich begeistert vom grünen Wesselbachtal zeigt, musste nicht lange überlegen und brachte in Windeseile die erforderlichen Einreiseformalitäten auf den Weg. „Ein Hohenlimburger für die USA gebucht. Das ist schon sensationell. Eine solche Chance bekomme ich nie wieder, die bekommt man nur einmal“, sagt er mit einem gewissen Stolz.

Chinesen waren besonders begeistert

Schnell waren deshalb das für den Italien-Auftritt maßgeschneiderte und für seinen Auftraggeber speziell entworfene hochwertige Kostüm eingepackt und der Flieger gebucht. Ein bisschen komisch sei es dann nach der Ankunft in Amerika schon gewesen, räumt er ein.Doch dann lief alles reibungslos und somit wie erhofft. Zehn Stunden bespaßte er an zwei Tagen die Besucher. „Zwick Valves“ habe sogar damit geworben, für die Messebesucher ein Maskottchen aus Deutschland verpflichtet zu haben.

Die Begeisterung, so Felix Schumacher, sei so groß gewesen, dass es noch vor Ort Anfragen von anderen Unternehmen gab. „Sogar von Chinesen. In China besitzen Maskottchen einen besonders hohen Stellenwert.“Für den 24-Jährigen war der Messe-Auftritt in dem Hai-Kostüm aufgrund der klimatischen Verhältnisse und insbesondere der extrem hohen Luftfeuchtigkeit eine besondere physische und psychische Herausforderung, die eine große körperliche Fitness erforderte.

Auch Auftritte als Phoenix und Rooster

Doch diese bringt der 2,02 Meter lange Schlaks aufgrund der mitunter täglichen Buchungen mit. Denn neben Phoenix Hagen und den Iserlohn Roosters gehören u.a. Eintracht Hagen, der Deutsche Basketballbund sowie renommierte deutsche Wirtschaftsunternehmen zu den Auftraggebern. Weil er nicht alle Termine selbst wahrnehmen kann, verfügt er inzwischen über einen Mitarbeiterstab von 15 (jungen) Männern und Frauen, die in die Kostüme schlüpfen und für Freude sorgen. Lachen verbindet Generationen – und auch Nationen.

>>> INFO: Kindesspaß wird zum Vollzeit-Job

  • Mit 12 Jahren hatte Felix als Maskottchen seinen ersten Auftritt bei den Basketballern von Phoenix Hagen.
  • Oliver Herkelmann hatte den Hildegardis-Schüler damals gefragt, ob er sich vorstellen könne, als Maskottchen aufzulaufen.
  • Inzwischen ist diese Aufgabe zu einem Vollzeit-Job geworden. Felix Schumacher besitzt eine eigene Firma mit 15 Mitarbeitern, die als Maskottchen zu Sport-, Musik-, Kultur- oder Wirtschaftsevents reisen und eine Lagerhalle, wo die Kostüme aufbewahrt werden.
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