Verdienstkreuz für Bettina Landgrafe

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Hagen.  Für ihr Engagement in Ghana hat Bundespräsident Hans-Joachim Gauck Bettina Landgrafe das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Kinderkrankenschwester aus Hagen war vor 13 Jahren zum ersten Mal nach Westafrika gereist, um in einer Klinik, die die Bezeichnung nicht verdiente, während ihres Urlaubs zu arbeiten. Seit jener Zeit hatte es sie immer wieder nach Ghana gezogen. Sie hat Kliniken aufgebaut, Brunnen gebohrt und Kindergärten gegründet. Vom Stamm der Ashanti ist sie zur Königin gewählt worden. Aus ihrem privaten Engagement ist der Entwicklungshilfeverein „Madamfo Ghana“ entstanden. Madamfo bedeutet Freund.

Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt

Im Zentrum der Projekte steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei geht Bettina Landgrafe durchaus ungewöhnliche Wege. So ist es ihr gelungen, Kinder am Voltasee aus der Sklaverei von Fischern zu befreien, weil sie den Männern Alternativen aufgezeigt hat, wie sie ohne Kinderarbeit Erträge erzielen können. Die Fischer erhielten Außenbordmotoren. Für die versklavten Kinder baute sie ein Heim. „Von allerhöchster Stelle wahrgenommen zu werden – das ist Wahnsinn“, so die Pendlerin zwischen den Welten, die einen großen Teil des Jahres in Ghana verbringt. „Ich bin ja noch ziemlich jung und trete nun in die Fußstapfen meines verstorbenen Großvaters, der ja auch diese Auszeichnung bekommen hat. Es wäre toll, wenn er das mit mir erleben könnte.“

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