Verkehr

Verspätung: Sanierung des Hauptbahnhofs Hagen erst 2023

Neue Infotafeln verbessern den Service im Hauptbahnhof.

Neue Infotafeln verbessern den Service im Hauptbahnhof.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Die Sanierung des Hauptbahnhofs in Hagen beginnt später als ursprünglich gedacht. Unabhängig davon treibt die Bahn die Modernisierung voran.

Rund 32 Millionen Euro will die Deutsche Bahn in den Hagener Hauptbahnhof investieren. Doch die groß angekündigte Sanierung beginnt nicht, wie ursprünglich angekündigt, im Jahr 2020, sondern verschiebt sich um drei Jahre nach hinten. Baubeginn ist nun erst 2023, in diesem Jahr sollte die Sanierung den anfänglichen Plänen zufolge eigentlich abgeschlossen sein.

Weitere Details zur umfangreichen Modernisierung wolle man in diesem frühen Planungsstadium noch nicht bekannt geben, teilte die Bahn mit. Ursprünglich hatte das Unternehmen sehr wohl Einzelheiten genannt, etwa dass die Bahnsteige eins bis fünf barrierefrei erschlossen werden sollen, um behinderten Menschen ein leichtes Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Zudem werden die Treppen zu den Bahnsteigen erneuert, und ein neues Beleuchtungskonzept soll her.

Mehrere Optimierungsmaßnahmen durchgeführt

Allerdings herrscht, was die Schönheitspflege des Hauptbahnhofs angeht, bis 2023 kein Stillstand. Die Deutsche Bahn hat bereits mehrere Maßnahmen zur Optimierung des Empfangsgebäudes und der Gleise eingefädelt. Aktuell wird die große Infotafel im Empfangsgebäude ersetzt. Im gesamten Bahnhof werden insgesamt 32 neue Anzeigen und Monitore eingebaut. „Reisende erhalten so an vielen Stellen des Bahnhofs aktuelle Infos zu ihren Verbindungen“, teilte ein Bahnsprecher mit.

Die insgesamt 22 neuen Zuganzeigen auf den Bahnsteigen haben eine neue Optik, die Folgezüge sind nicht mehr untereinander aufgeführt, sondern nebeneinander. Die Informationen werden so lange angezeigt, bis der nächste Zug abgefahren ist. Eine wesentliche Verbesserung ist, dass bei dieser Anzeige der aktuelle Wagenstand der Folgezüge mitgeteilt werden kann. „Noch bevor der Bahnhof umfänglich modernisiert wird, gibt es hier spürbare Verbesserungen für alle Reisenden“, sagt Ralf Fielenbach, Bahnhofsmanager der DB in Hagen: „Damit sind wir auf dem neuesten Stand der Technik.“ Der Einbau der neuen Anzeigen soll im März abgeschlossen sein.

Neuer Boden im Empfangsgebäude

Im Jahr 2018 war im Empfangsgebäude auf einer Fläche von 800 Quadratmetern bereits ein neuer Boden, der gleiche, über den auch der Hamburger Hauptbahnhof verfügt, verlegt worden. Außerdem hatte die Bahn die Wände in der Personenunterführung durch lokale Motive aus Hagen auffrischen lassen. Auch die Taubenproblematik habe sich durch den Einbau der Netze in der Empfangshalle deutlich entspannt, so ein Bahnsprecher.

Seit rund einem Jahr gibt es in Hagen darüber hinaus ein Pilotprojekt zur antibakteriellen Beschichtung von Aufzügen und Treppenhandläufen. Und auch an der geplanten Ordnungspartnerschaft mit der Stadt Hagen werde weiterhin gearbeitet, so ein Bahnsprecher: „Wir befinden uns im Kontakt.“

Neue Warteräume auf zwei Bahnsteigen

Das Wartehäuschen auf Gleis 7, das ohnehin lange geschlossen war, ist demontiert worden. Stattdessen gibt es an den Gleisen 3/6 und 7/10 jeweils neue Warteräume mit einer Größe von rund 18 Quadratmetern zum Schutz vor Wind und Kälte.

Aber erst wenn die große Sanierung abgeschlossen ist, dürfte der Hauptbahnhof wieder das sein, was er einstmals war: ein Aushängeschild der Stadt. Das dürfte vor 2026 jedoch kaum der Fall sein.

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