Hintergrund

Vorwurf: In Boele hat SPD-Spitze nicht kritisch geprüft

Die SPD in Hagen streitet um Mitgliederzuwächse.

Die SPD in Hagen streitet um Mitgliederzuwächse.

Foto: Michael Kleinrensing

In der SPD Boele gab es einen umstrittenen Mitgliederzuwachs unter anderen Vorzeichen: Dieser, so Kritiker, sei der Parteiführung recht gewesen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass es einen plötzlichen Mitgliederzuwachs in einem Ortsverein der SPD Hagen gibt. So vergangenes Jahr im Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld. Damals, so sehen es Kritiker wie Jan Rautenstrauch, sei der SPD-Unterbezirksvorstand Manipulationsvorwürfen nicht nachgegangen. Konkret ging es um 27 Neumitglieder, die – so der Vorwurf – alle aus dem Umfeld des heutigen Ortsvereinschefs Milazim Jusaj, der gestern für die WP nicht erreichbar war, gekommen seien. Unter anderem, so heißt es in einem Schreiben an die Parteiführung, würden die Mitglieder trotz teils höherer Einkommen nur 2,50 Euro Beitrag zahlen – und das auch teils in bar. All dies sei sehr ungewöhnlich. „Auf das Schreiben hat es nie eine Antwort gegeben“, so Jan Rautenstrauch.

Parteichef Timo Schisanowski weist die Vorwürfe zurück: Damals seien die Mitglieder vom Ortsverein – anders als in Wehringhausen – angenommen worden. Der UB-Vorstand habe sich auch sehr wohl offiziell mit der Kritik beschäftigt und habe zudem in Boele vor Ort Fragen beantwortet. Die Kritiker hegen aber weiter den Verdacht, dass dem Unterbezirk der Zuwachs genehm war: Jusaj wurde bald Ortsvereins-Chef, er gewann die Wahl gegen Rautenstrauch.

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