Wanderer setzen ein Zeichen gegen Landflucht

Breckerfeld.   Das Zahlenwerk beeindruckt in vielerlei Hinsicht: rund 300 Wanderer, rund 400 Spender und mehr als 400 Höhenmeter auf der längsten Strecke. Dass beim 29. „Wandern für die Andern“ des ökumenischen Arbeitskreises Eine Welt rund 8500 Euro als Spendenzusagen vorliegen – der Betrag, der am Ende tatsächlich überwiesen wird, ist der Erfahrung nach höher – freut die Veranstalter. Noch wichtiger allerdings ist dem Team, dass sie alljährlich ein wichtiges Thema aus einem Entwicklungsland in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

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Das Zahlenwerk beeindruckt in vielerlei Hinsicht: rund 300 Wanderer, rund 400 Spender und mehr als 400 Höhenmeter auf der längsten Strecke. Dass beim 29. „Wandern für die Andern“ des ökumenischen Arbeitskreises Eine Welt rund 8500 Euro als Spendenzusagen vorliegen – der Betrag, der am Ende tatsächlich überwiesen wird, ist der Erfahrung nach höher – freut die Veranstalter. Noch wichtiger allerdings ist dem Team, dass sie alljährlich ein wichtiges Thema aus einem Entwicklungsland in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Bolivien, Anden, rund 4000 Meter über dem Meer. Hier setzt sich die Organisation „K‘anchay“ unterstützt vom Hilfswerk Misereor dafür ein, dass die Einheimischen von den Erträgen des Bodens und der Tierhaltung leben können. Es geht um ökologische Landwirtschaft, die auf Erfahrungen basiert, die die Inka einst gesammelt haben.

Kooperation mit Misereor

„Durch diese Arbeit kann es gelingen, in Bolivien die Abwanderung der Landbevölkerung in die Slums der Städte zu verhindern“, erklärt Erich Korntheuer vom ökumenischen Arbeitskreis Eine Welt, „wir sehen die Bedeutung für die Menschen in Südamerika. Von daher haben wir uns entschlossen, dieses Projekt zu fördern.“

Die Kooperation mit dem Hilfswerk, die Zusammenarbeit fußt auf einer langen Tradition. „Es ist bei weitem nicht alltäglich, dass durch ein Projekt wie das Wandern für die Andern die Arbeit einer Hilfsorganisation über so einen langen Zeitraum unterstützt wird“, hebt Korntheuer, Mitorganisator der ersten Stunde, die Nachhaltigkeit des Engagements in Breckerfeld hervor. „Im Arbeitskreis haben wir einen Genrationenwechsel eingeläutet und auch schon vollzogen. Ich denke, dass perspektivisch auch das 30. Wandern für den guten Zweck gesichert ist.“

Gute Wege und viel Unterstützung

Das aber ist Zukunftsmusik. In der Gegenwart waren es die gut präparierten Weg, die diesmal auf die Höhen nordöstlich des Ortszentrum (Kalthauser Höhe) führten, die den Wanderern – darunter auch Prominente wie der Dauergast René Röspel, Bundestagsabgeordneter für die SPD – gefielen.

„Dazu kommt, dass uns viele Vereine und Organisationen unterstützen“, so Erich Korntheuer. Die Wanderfreunde Breckerfeld zählen dazu, die selbst die internationale Volkswanderung in 2017 zwar zum letzten Mal organisiert haben, den Arbeitskreis und die gute Sache aber weiter unterstützen. Sie betreuen die Kontrollstellen, versorgen die Wanderer mit heißem Tee und Mineralwasser.

Dazu kommt das Deutsche Rote Kreuz, dass sich auf und neben der Strecke um das Wohl der Teilnehmer kümmert. Und die Evangelische Sekundarschule St. Jacobus, die den Arbeitskreis mit dem „Wandern für die Andern“ als Kooperationspartner sieht. „Die Schüler haben sich im Unterricht mit der Situation der Menschen beschäftigt und eine Ausstellung konzipiert“, so Erich Korntheuer.

Die konnten die Teilnehmer nach der Wanderung im Zielbereich in der Pausenhalle des Schulzentrums betrachten.

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