Eiszeit

Wann war in Hohenlimburg die Lenne zugefroren?

Im Januar 2009 war die Lenne zugefroren. Aber sie war nicht zum Schlittschuhlaufen freigegeben

Im Januar 2009 war die Lenne zugefroren. Aber sie war nicht zum Schlittschuhlaufen freigegeben

Hohenlimburg.   Wann war die Lenne zugefroren? Diese Frage richtet Horst Heidmeyer an alle Leser. 2009 war solch ein Jahr - wie Günter Krämer dokumentiert.

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Wann war die Lenne zuletzt zugefroren? Wann durften Hohenlimburger zuletzt den Fluss betreten, um darauf Schlittschuh zu laufen? Diese Frage stellte Horst Heidmeyer in der vergangenen Woche an diese Redaktion der WESTFALENPOST. Wir gaben die Fragen an unsere Leser weiter. Und die konnten für Aufklärung sorgen.

So Elke Wessels. Sie schreibt uns: „Die Lenne war im Januar 1955 zugefroren – und zwar war die Eisdecke 15 - 20 cm dick. Da konnten wir also Eislaufen. Vom Bürgerplatz bis kurz vor der Turbine Hoesch im Langenkamp war sie komplett zugefroren. Hinter dem Wehr und unter der Stennertbrücke war die Fließgeschwindigkeit zu hoch, so dass dort keine geschlossene Eisdecke war. In Oege war die Lenne zu, ab dem Wehr, vor Klein-Venedig bis Hoesch und ebenfalls zum Betreten freigegeben. Der Mühlengraben (Nettmannsgraben) war nicht zum Betreten freigegeben, weil der Wasserspiegel unterschiedlich war, durch die Turbinen bei Nettmann.“

1953 bis 1955 aufs Eis gegangen

Und als Ergänzung weiß sie: „Mein Vater hat damals gesagt, dass 1928 die Lenne zugefroren war.“

Auch Siegfried Menzel kann sich gut erinnern. „Ich möchte die Zeit ein wenig eingrenzen und denke, so etwa 1955 war die Lenne im Bereich Bilstein Richtung Stennertbrücke zugefroren, und es konnte dort Schlittschuh gelaufen werden. Oberhalb der Stennertbrücke habe ich nicht mehr so auf dem Denkzettel. Aber ich glaube, auch dort war die Lenne zu.“ Und mit einem Schuss Humor ergänzt er: „Als Weinhof-Kind hatte man wenig Anbindung zum oberen Teil der Lenne, dort war das Gebiet der ,Mühlenbergkinder’, im Volksmund Blanka genannt. Mit denen wollte man wenig zu tun haben.“ Für Menzel bleibt noch anzumerken: „Bei Gut Böckelühr gab es einen Teich, der wurde vermutlich vom Lennehochwasser gespeist wurde. Dort konnte man auch in manchen Wintern Schlittschuh laufen.“

Auch Rosemarie Paul hat noch Erinnerungen an eine zugefrorene Lenne. „In den Jahren 1953 bis 1955 bin ich mit meinem Vater dort Schlittschuh gelaufen.“

Ein Dank gilt Günter Krämer, der mit aussagestarken Fotos an das Jahr 2009 erinnert. Auch damals war die Lenne zugefroren. Allerdings wurde sie nicht zum Schlittschuhlaufen freigegeben.

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