Streik

Warnstreik in Hagen: Wo es die Bürger treffen kann

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Die Gewerkschaft Komba ruft ihre Mitglieder für Donnerstag zum Warnstreik auf. Welche Auswirkungen das in Hagen hat, ist offen.

Die Gewerkschaft Komba ruft ihre Mitglieder für Donnerstag zum Warnstreik auf. Welche Auswirkungen das in Hagen hat, ist offen.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Deutscher Beamtenbund und die Gewerkschaft Komba rufen zum Warnstreik in Hagen auf. In welchen Bereichen das Auswirkungen haben könnte.

Die Gewerkschaft Komba und der Deutsche Beamtenbund rufen für Donnerstag in Hagen zum Warnstreik auf. Eine Kundgebung zu den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst ist für 9 Uhr an der Konzertmuschel geplant. Die Gewerkschaft Verdi, die neben dem Beamtenbund mit den öffentlichen Arbeitgebern verhandelt, beteiligt sich nicht an dem Aufruf.

Die Komba, mit eigener Ortsgruppe in Hagen, ist die Fachgewerkschaft für Beamte und Tarifangestellte im öffentlichen Dienst. In Hagen ist sie nach eigener Aussage stark vertreten bei den Beschäftigten in der Kindertagesstätte, in den Bürgerämtern sowie in der Ausländerbehörde. Genau Angaben zu den Mitgliedern vor Ort macht die Gewerkschaft nicht.

Kitas und Bürgerämter am ehesten Betroffen

„Wir können letztlich nichts sagen, wie viele Mitglieder dem Aufruf folgen“, sagt Alexandra Gehse, Vorsitzende der Komba in Hagen, „wir gehen allerdings davon aus, dass die Auswirkungen des Warnstreiks in den Kitas und in den Bürgerämter zu spüren sind.“ Letztlich könnten sich auch Nicht-Mitglieder dem Warnstreik anschließen und „sich solidarisch zeigen“. Allerdings komme in diesen Fällen die Komba nicht für Verdienstausfälle auf.

Der Deutsche Beamtenbund und Verdi verhandeln derzeit für rund 2,5 Millionen Beschäftigte über einen neuen Tarifvertrag. Die Forderungen liegen nach der ersten Runde am 24. Januar allerdings weit auseinander. Angesichts der rasanten Inflation erwartet die Arbeitnehmerseite eine Gehaltserhöhung von 10,5 Prozent, mindestens aber in Höhe von 500 Euro. „Die Menschen merken einfach, wie das Geld im Portemonnaie rasant weniger wird“, sagt Alexandra Gehse und verweist darüber hinaus auf den Fachkräftemangel in vielen Bereichen, den sie auch darauf zurückführt, dass zwar die Belastung der Kollegen, nicht aber deren Verdienst in den letzten Jahren entsprechend gestiegen sei.

Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen

Die Arbeitgeber wiederum halten die Forderungen der Gewerkschaften für überzogen und verweisen auf die angespannte Kassenlage. Für den Bund führt Innenministerin Nancy Faeser die Verhandlungen und für die Kommunen die Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Karin Welge in ihrer Eigenschaft als Präsidentin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Beide Politikerinnen gehören der SPD an.

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