Weihnachtsmarkt in Hagen

Weihnachtsmarkt-Start sorgt in Hagen für Diskussionen

Das Riesenrad gehört in diesem Jahr ohnehin nicht zum Weihnachtsmarktangebot, das eigentlich am 12. November starten soll.

Das Riesenrad gehört in diesem Jahr ohnehin nicht zum Weihnachtsmarktangebot, das eigentlich am 12. November starten soll.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  In vier Wochen soll in Hagen der Weihnachtsmarkt unter strengen Hygieneregeln starten. Doch die Meinungen zu dem Angebot sind gespalten.

Eine Diskussion, bei der es nur zwei Fronten gibt: Es geht um den Hagener Weihnachtsmarkt. Während zahlreiche Hagener sich auf die jahrelange Tradition freuen und ein Stück Normalität im sonst coronageprägtem Alltag herbeisehnen, stoßen die Pläne bei anderen wiederum auf Unverständnis. Es gibt Bedenken zu den Abstandsregeln, den Besucherzahlen. „Für uns steht die Gesundheit immer an oberster Stelle“, versichert Organisator Dirk Wagner, dass die Veranstalter die Sorgen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Das Hygienekonzept liegt derweil beim Ordnungsamt und muss noch genehmigt werden. Dirk Wagner sieht die Schausteller generell gut gewappnet für die Öffnung in einigen Wochen: „Wir haben im Sommer mehrere Freizeitparks auf die Beine gestellt. Das hat immer super funktioniert, es ging keinerlei Infektionsgeschehen davon aus“, will er betonen, dass es durchaus Konzepte gibt, die in Coronazeiten funktionieren. „Für uns ist die Öffnung existenzwichtig“, sagt Wagner im gleichen Zug. Auch wenn er weiß, dass sie immer noch nicht in trockenen Tüchern ist. Denn das Thema Weihnachtsmarkt wird, so bestätigte die Stadt, auch noch einmal im Krisenstab auf die Tagesordnung rücken. Hagen gilt als Risikogebiet. Ist ein Weihnachtsmarkt unter den Bedingungen noch umsetzbar? Eine endgültige Entscheidung darüber wird erst in einigen Wochen fallen.

Bürgermeinung gespalten

Das Thema wird allerdings jetzt schon in den sozialen Medien heiß diskutiert. „Ist die Frage, ob ein Weihnachtsmarkt bei der derzeitigen Entwicklung des Infektionsgeschehens wirklich Sinn macht. Auch und gerade im Hinblick auf die Schausteller, die ja erstmal investieren müssen. Ich will und werde das nicht bewerten, denn viele kämpfen um jeden Cent und ihre Existenz. Klar ist aber auch, dass ein Abbruch oder eine kurzfristige Sperrung aufgrund der sich ständig ändernden Lage nicht mehr nur eine Theorie, sondern durchaus ein realistisches Szenario darstellen“, kommentiert Frank Butcher auf Facebook.

Kornelia Schnell schreibt: „Überall wird auf Abstand und Maske hingewiesen, wie soll das bei tausenden Besuchern funktionieren? Meine Familie und ich werden den Markt nicht besuchen, das Risiko ist mir einfach zu groß.“ Ähnlich sieht das Veronika Thoms: „Ich verstehe nicht, warum der Weihnachtsmarkt in Hagen nicht abgesagt wird. Ich finde es einfach zu gefährlich.“

Andere Hagener wiederum freuen sich auf die Tradition: „Ganz einfache Antwort: Die, die Bedenken haben, bleiben zu Hause und der Rest wird da sein und sich freuen“, kommentiert ein Leser. „Ich würde es super finden, wenn der Weihnachtsmarkt stattfindet. Es ist draußen, und mit einem Hygienekonzept sollte es gut umsetzbar sein“, unterstützt Simone Möllenberg die Idee. Dorothea Brinkmann freut sich ebenfalls: „Bedenken hat man immer und überall, aber mit Aufmerksamkeit, Vorsicht, Maske und Abstand muss das Leben ja irgendwie weitergehen. Schön, dass Hagen das möglich macht.“

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