Krankenhaus elsey

Wenig Chancen für Erhalt der Notfallambulanz

Krankenhaus in Hohenlimburg Elsey wird von Katholischen Kliniken Hagen übernommen. An der Iserlohner Straße soll der zentrale Psychiatrie-Standort entstehen.

Krankenhaus in Hohenlimburg Elsey wird von Katholischen Kliniken Hagen übernommen. An der Iserlohner Straße soll der zentrale Psychiatrie-Standort entstehen.

Foto: Michael Koch

Hohenlimburg.  Die Chancen für den Erhalt der Notfallambulanz am Elseyer Krankenhaus sind gering. Frank Schmidt (BfHo) zeigt sich darüber enttäuscht.

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Die Chancen, dass eine Notfallambulanz ab dem kommenden Jahr am Elseyer Krankenhaus eingerichtet wird, stehen schlecht. „Es ist nichts zu löten“, sagte gestern ein enttäuschter Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) nach dem Informationsgespräch mit Vertretern der Katholischen Krankenhaus Hagen GmbH und der Diakonie in Südwestfalen.

Nicht finanzierbar

Deren Geschäftsführer Dr. Thomas Wülle (Hagen) und Dr. Joseph Rosenbauer (Siegen) stellten sich in einem sachlichen Gedankenaustausch den Hohenlimburger Kommunalpolitikern. Thomas Wülle machte deutlich, dass zu einer Notfallambulanz auch eine Intensivabteilung gehöre. Eine solche werde es zukünftig an der Iserlohner Straße nicht geben. Die sei nicht vorfinanzierbar, so Schmidt, aber auch nicht refinanzierbar, weil nach Fällen abgerechnet werde.

Auch die Öffnungszeiten seien nicht zu plausibilisieren. Schmidt: „Wenn eine Notfallambulanz von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet ist, bleibt die Frage, was geschieht, wenn um 20.05 Uhr ein Patient kommt.“ So die Argumentationslinie der Katholischen Krankenhaus Hagen GmbH.

Als attraktives Alternativmodell zur Notfallambulanz favorisierte Thomas Wülle für Hohenlimburg ein Ärztehaus. Nach Informationen dieser Zeitung könnte dieses zwischen Krankenhaus und dem Parkplatz an der Iserlohner Straße liegen. Vorausgesetzt, es gibt einen Investor, der ein solches Haus finanziert. Nach Darstellung der Katholischen Krankenhaus Hagen GmbH werde man Hilfestellung leisten, wenn ein Investor gesucht werde. Dazu sei es jedoch erforderlich, dass heimische Ärzte, so ein Chirurg und ein Internist, ihren Hut dafür in den Ring werfen, um die ärztliche Versorgung in Hohenlimburg zu optimieren.

Das Krankenhaus sei für eine solche Praxis von niedergelassenen Ärzten nicht geeignet, zumal medizinisches Equipment – u.a. ein Röntgengerät – ebenso nicht zur Verfügung stehe wie ein Labor.

Millionen ins Haus gesteckt

Dr. Rosenbauer verdeutlichte, so Schmidt, noch einmal die Beweggründe für die Schließung der Disziplinen. Obwohl die Patientenzahlen in den zurückliegenden fünf Jahren gestiegen, die Diakonie in Südwestfalen qualifizierte Ärzte geholt habe und Millionen in das Haus gesteckt worden seien, sei dieses nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

Thematisiert wurde auch die Zukunft der Mitarbeiter des Elseyer Wirtschaftsdienstes (ElWi). Dr. Joseph Rosenbauer bekräftigte noch einmal sein Bemühen, diese in jenem Reinigungs-Unternehmen unterzubringen, das bereits die katholischen Häuser säubere. Denn das zukünftige 180 Betten zählende „Zentrum für seelische Gesundheit“ müsse schließlich auch geputzt werden.

Küche wohl nicht zu halten

Weniger gut sieht es nach Einschätzung von Frank Schmidt für das Küchenpersonal aus. Die Diakonie in Südwestfalen hatte in der vergangenen Woche ausgeführt, dieses bis zum 30. Juni 2017 zu behalten, um Krankenhaus, Hülsemann-Haus, Kindertagesstätte Unterm Regenbogen und Kunden von Essen auf Rädern zu versorgen. Schmidt: „Diese Küche kann danach wohl nicht gehalten werden.“ Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte Thomas Wülle schon vor Wochen ausgeführt, dass die vorhandene Küche am Josefs-Hospital groß genug sei, um auch Elsey versorgen zu können.

Schmidt: „Die Entscheidungsträger haben dargestellt, hier nach Lösungen zu suchen, damit alle Einrichtungen auch über den 30. Juni 2017 versorgt werden.“

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