Wetterbilanz

Wetter über Hagen: Hier schlägt der Blitz zweimal ein

Das Bild zeigt ein Gewitter zum Monatsausklang am späten Abend des 31. August mit zwei Einschlägen im Stadtgebiet Hagen. 

Das Bild zeigt ein Gewitter zum Monatsausklang am späten Abend des 31. August mit zwei Einschlägen im Stadtgebiet Hagen. 

Foto: Wetternetz Hagen / Wetternetz-Hagen.de

Hagen.  Kein Rekordwerte wie im Juli, aber auch der August war in Hagen zu warm und zu trocken. Und verabschiedet hat sich der Monat lautstark.

Hitzerekorde wie im Juli gab es zwar nicht, doch auch der August war in Hagen in diesem Jahr überdurchschnittlich warm. Er lag mit einer Durchschnittstemperatur von 19,3 Grad an der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm um 1,7 Grad über dem langjährigen Mittel der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode von 1981 bis 2010 waren es noch 1,2 Grad.

19,6 Grad betrug im August das Flächenmittel im Stadtgebiet, ermittelt durch die zwölf Wetterstationen im Verbund vom Wetternetz-Hagen – und damit sechs Zehntel über dem NRW-Durchschnitt. Am kühlsten war es auf den Dahler Höhen mit 18,5 Grad und am wärmsten im Innenstadtbereich mit 20,4 Grad. Wärmster Ort in NRW war Köln-Stammheim mit 20,7 Grad.

Bis über die Monatsmitte hinaus verlief der August recht durchschnittlich mit Temperaturen von über 20 Grad, vereinzelt auch über 25 Grad. In den teils klaren Nächten konnte sich die Luft in den Tälern gut abkühlen. Am 14. wurde in Dahl das Monatsminimum von 7,3 Grad gemessen. Zum Monatsende zeigte der Spätsommer nochmal seine volle Kraft. An sechs aufeinanderfolgenden Tagen wurde im Stadtgebiet die 30-Grad-Marke überschritten. Das Monatsmaximum wurde am 27. mit 35,0 Grad gemessen.

16 Sommertage (Maximum größer 25 Grad) und sieben heiße Tage wurden bis zum Monatsende in den klimatisch begünstigten Lagen des Stadtgebiets ermittelt. An der Sternwarte gab es sogar drei Tropennächte, an denen die Temperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad fiel.

50 Liter Niederschlagsmenge pro Quadratmeter wurden an der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm gemessen – damit wurde der langjährige Mittelwert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 nur zu etwa zwei Drittel erreicht. An zehn Tagen wurde messbarer Niederschlag beobachtet. In Boelerheide wurde mit 76 Liter pro Quadratmeter der meiste Niederschlag im Stadtgebiet gemessen, in der Nahmer mit 49 Liter pro Quadratmeter der wenigste. Im Siegerland wurde mit 128 Liter pro Quadratmeter der meiste Niederschlag in NRW gemessen.

227 Sonnenstunden gab es im August in Hagen – und damit rund fünfzehn Prozent mehr Sonne als im langjährigen Mittel zu erwarten gewesen wäre. Zum Vergleich: Der NRW-Durchschnitt lag bei 224 Sonnenstunden mit einem Maximum von 244 Stunden am Niederrhein.

79 Kilometer pro Stunde in den Spitzenböen – und damit Windstärke 9 – waren im August die höchsten Werte. Abgesehen von einzelnen kräftigen Schauer- und Gewitterböen war es meist schwachwindig. An 19 Tagen wehte der Wind stark (> Windstärke 6) und an zwei Tagen stürmisch (> Windstärke 8). In Düsseldorf traten mit 83 Kilometer pro Stunde die stärksten Böen in NRW auf.

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