Kommentar

Wichtiger Schwerpunkt der Präventionsarbeit in Hagen

Redakteur Jens Stubbe.

Redakteur Jens Stubbe.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Fußgänger sind die schwächsten Teilnehmer im Verkehr, gefährden sich und andere aber häufig auch selbst. Ein Kommentar von Jens Stubbe.

Es gibt mehrere Szenarien. Eines sieht so aus: Es brummt in der Tasche. Wir zücken das Smartphone hervor. Wir beginnen, eine Nachricht zu tippen. Wir schicken sie ab, blicken auf und wundern uns, wie viele Meter wir in der Zwischenzeit zurückgelegt haben.

Darin liegt die eine Gefahr. Wir, die Fußgänger, sind – zumeist durch unsere Kommunikationsgeräte – abgelenkt und achten nicht auf den Verkehr.

Eine andere ist, dass Menschen insbesondere im Bereich des Bahnhofs offenbar der Meinung sind, dass sich der Rest dieser Verkehrswelt schon nach ihnen richten werde. Sie marschieren völlig selbstverständlich bei Rot auf die Straße und fluchen noch, wenn ein Auto nur mit quietschenden Reifen vor ihren Schienbeinen zum Stehen kommt.

Zahl der Unfälle rückläufig

Die positive Botschaft ist trotzdem: Die Zahl der Fußgängerunfälle in Hagen ist zurückgegangen. Von 121 im Jahr 2018 auf 111 im Jahr 2019.

Was auch damit zu tun hat, dass das Verkehrskommissariat der Polizei Hagen hier aus gutem Grund einen Schwerpunkt gesetzt hat.

Fußgänger sind die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr. Allerdings sind sie es noch viel zu häufig selbst, die sich in Gefahr begeben. Manche unbewusst, manche bewusst. Es macht Sinn, hier weiter anzusetzen. Denn letztlich gefährden sie im Straßenverkehr nicht nur sich, sondern auch andere.

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