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Winterdienst kommt in Breckerfeld in nächster Zeit später

Ein Streufahrzeuge der Stadt Breckerfeld ist bei einem Einsatz an der Zufahrt zur Jugendherberge an der Glörtalsperre umgekippt. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

Ein Streufahrzeuge der Stadt Breckerfeld ist bei einem Einsatz an der Zufahrt zur Jugendherberge an der Glörtalsperre umgekippt. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

Foto: Stadt Breckerfeld

Breckerfeld.  Nach dem tragischen Glatteis-Unfall am vergangenen Wochenende mit einem Streufahrzeug lässt sich so schnell kaum Ersatz beschaffen.

Nach dem schweren Unfall eines Streufahrzeugs am frühen Samstagmorgen in Breckerfeld hat der Lkw wohl nur noch Schrottwert. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Bauhof und den Winterdienst. Hinzu kommt, dass ein erfahrener Mitarbeiter, der am Steuer des Fahrzeugs saß, schwer verletzt wurde. „Wir hoffen, dass er sich möglichst bald erholt“, sagt Joachim Fliß, Leiter des Bauamtes der Stadt Breckerfeld. Ein weiterer Mitarbeiter, der an jenem Morgen als Beifahrer mit auf dem Fahrzeug saß, wurde ebenfalls verletzt, konnte das Krankenhaus in der Zwischenzeit aber wieder verlassen.

Der Streuwagen war auf spiegelglatter Fahrbahn auf dem Weg hinab zur Jugendherberge an der Glörtalsperre ins Rutschen geraten und schließlich auf die Seite gekippt. „Dabei hat es zu diesem Zeitpunkt nicht einmal geregnet“, so Fliß, „die Feuchtigkeit hatte sich an den Bäumen gebildet, war dann hinabgetropft und hat die gefrorene Fahrbahn in eine Eisfläche verwandelt.“ Als der Lastwagen diese in der Dunkelheit befährt, ist das Fahrzeug nicht mehr abzufangen.

„Das Streufahrzeug ist nach dem Unfall in eine Spezialwerkstatt des Herstellers nach Lüdenscheid geschleppt worden“, so Joachim Fliß. „Aufbauten, der Rahmen und die Fahrerkabine sind beschädigt. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt.“ Dabei ist das Fahrzeug für den Bauhof auch in anderer Hinsicht von Bedeutung: Denn auf dem Lkw ist ein Kran installiert, der regelmäßig eingesetzt wird.

Zeitwert wird ersetzt

Immerhin: Der erst drei Jahre alte Lastwagen ist vollkaskoversichert. Zumindest der Zeitwert wird ersetzt. Das Problem allerdings: Kurzfristig lässt sich kaum Ersatz beschaffen. „Die Lieferzeit liegt unserer Erfahrung nach bei einem halben bis Dreivierteljahr“, so Fliß. „Hinzu kommt, dass wir bei diesen Dimensionen nicht einfach einen Lkw bestellen können, sondern europaweit ausschreiben müssen.“

Auf kürzeren Strecken wird im Winterdienst jetzt der vorhandene Unimog eingesetzt. Für den Außenbereich gibt es den Plan, Lohnunternehmer zu beauftragen. Dennoch wird der Winterdienst später als gewohnt erfolgen.

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