Junge Autoren

147 Autoren wollen den Hattinger Förderpreis

Die Jury für den Förderpreis (v.li.):  Ursula Ollenik, Julian Geißler, Julia Fischer, Christa Heinbruch und Lars Friedrich.        Foto:FVS

Die Jury für den Förderpreis (v.li.): Ursula Ollenik, Julian Geißler, Julia Fischer, Christa Heinbruch und Lars Friedrich.       Foto:FVS

hattingen.   Die Anerkennung für den Literatur-Nachwuchs wird zum 25. Mal vergeben. Unter Einsendungen sind Kurzgeschichten, Gedichte und Theater-Drehbücher.

Bei anderen Silberjubiläen mag manchmal der Lack ab sein nach einem Vierteljahrhundert. Der Förderpreis für junge Literatur, der in diesem Jahr zum 25. Mal vergeben wird, zieht indes noch gewaltig. Das Interesse des schreibenden Literatur-Nachwuchses ist ungebrochen groß, 147 Beiträge aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz sind 13 Einsendungen mehr als beim letzten Mal.

25 Jahre alt dürfen die Autorinnen und Autoren höchstens sein, wenn sie am Wettbewerb teilnehmen wollen, den 16. Geburtstag müssen sie hinter sich haben. Ein wenig Zeit hatten sie diesmal auch gewonnen, weil sie ihre Geschichten zum ersten Mal nicht ausdrucken und zur Post bringen mussten, sondern sie mailen konnten – wovon alle bis auf zwei Gebrauch machten. Ob das eingeführt werden sollte, darüber hatten die Verantwortlichen im Vorfeld diskutiert. Sie lagen offenbar goldrichtig.

Feier im Stadtmuseum

Das hatte auch den Vorteil, dass Fragen vorab schneller geklärt werden konnten, sagt Koordinator Walter Ollenik. Schnell geklärt werden konnte, dass ein Auszug aus einem Roman nicht zulässig ist.

Am 6. Oktober werden die jungen Autoren, die die besten Texte geschickt haben, im Stadtmuseum lesen und ihre Werke vorstellen, um den Förderpreis des Publikums zu ergattern. Die Jury wird ihren Favoriten dann schon bestimmt haben aus der Achterrunde, die zum Lesen eingeladen wird. Fest steht jetzt schon, so Ollenik, dass viele Kurzgeschichten, einige Gedichte und Theater-Drehbücher unter den Einsendungen sind. Und eine Hattingerin unter den Einsenderinnen ist. Die Jubiläumslesung soll in einem besonderen Rahmen gefeiert werden: statt im Vortragsraum im Museum nebenan.

Ulrich Land als Schirmherr

Schirmherr wird Ulrich Land sein, Schriftsteller, Lehrer und WDR-Moderator, der einige Jahre in Elfringhausen gewohnt hat. Eingeladen wurden alle, die den Literaturpreis beschirmt haben. Die Kubischu (Kulturinitiative) vergab ihn seit 1991 jährlich bis 2010, seit 2011 wird er alle zwei Jahre vergeben. Bis es soweit ist, hat die Jury noch reichlich Arbeit vor sich.

Ihr gehören Christa Heinbruch, stellvertretende Vorsitzende des Förderverereins Stadtmuseum, Germanistin Ursula Ollenik und die Buchhändler Julia Fischer und Julian Geißler an. Journalist Lars Friedrich freut sich, zum ersten Mal in der Jury dabei zu sein. „Ich bin stolz, dass ich gefragt worden bin und finde das ganz spannend. Auch wenn das bedeutet, viele Texte zu lesen.“ Jurypaare hätten sich zusammengetan zum Austausch. Er wird sich mit Christa Heinbruch und Ursula Ollenik besprechen. Die 25 Texte in der Endauswahl lesen dann alle.

<<<Band Jazzpana begleitet öffentliche Lesung

Die Hattinger Band Jazzpana begleitet die öffentliche Lesung am 6. Oktober, 11 Uhr, im Stadtmuseum musikalisch.

Bis dahin muss die Jury etwa 600 Seiten lesen, die 106 Autorinnen und 41 Autoren geschickt haben, darunter Beiträge zu politischen Themen und Biographisches.

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