Schule

Bezirksregierung bündelt gemeinsames Lernen an Realschule

Schüler mit dem Förderbedarf Lernen oder Geistige Entwicklung werden in Hattingen ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr die Gesamtschule, sondern ausschließlich die Realschule Grünstraße besuchen.

Schüler mit dem Förderbedarf Lernen oder Geistige Entwicklung werden in Hattingen ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr die Gesamtschule, sondern ausschließlich die Realschule Grünstraße besuchen.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Hattingen.  Schüler mit Förderschwerpunkt Lernen und geistige Entwicklung lernen mit anderen Schülern gemeinsam nur an der Realschule. Wir nennen die Gründe.

Realschule Grünstraße und Gesamtschule Hattingen sind in diesem Jahr Schulstandorte fürs gemeinsame Lernen an weiterführenden Schulen in Hattingen. Das wird sich im neuen Schuljahr ändern.

Denn das so genannte „Gemeinsame Lernen“ wird an der Realschule Grünstraße gebündelt. So hat es die Bezirksregierung Arnsberg entschieden. Der Hintergrund: Das NRW-Schulministerium hat im Oktober 2018 erlassen, dass die Anzahl der Schulen des „Gemeinsamen Lernens“ reduziert werden muss, damit die insbesondere personellen Ressourcen gezielt eingesetzt werden können. Im Durchschnitt sollen drei Schüler pro Klasse mit sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen und geistige Entwicklung, die zieldifferent unterrichtet werden, aufgenommen werden.

Die Hattinger Realschule Grünstraße wird voraussichtlich zehn Förderschüler im neuen Schuljahr aufnehmen

Voraussichtlich zehn dieser Schüler wird die Realschule Grünstraße im August auf die vier neuen Eingangsklassen verteilen. Theoretisch dürfte sie zwölf aufnehmen. Sollte es zu Überhängen kommen, so steht es in der Vorlage, die die Mitglieder des Schulausschusses jetzt zur Kenntnis nahmen, „werden diese durch die Gesamtschule aufgefangen“.

Elke Neumann, Leiterin der Gesamtschule Hattingen, findet die Lösung gut: „Es macht ja Sinn, die Förderlehrer an einem Schulstandort zu bündeln. Die Realschule Grünstraße liegt zentral und wurde unter anderem daher ausgewählt. Hier werden besonders die zieldifferenten Schüler untergebracht. Dennoch beteiligen wir uns auch weiterhin, beispielsweise wenn die vorgesehenen Kapazitäten erschöpft sind oder eine andere Verteilung der Förderkinder sinnvoll erscheint.“

Gesamtschule und Realschule in Hattingen arbeiten unkompliziert zusammen

Sie betont, dass die Schulen eng kooperieren und unkompliziert zusammenarbeiten, so „dass wir bisher immer gute Lösungen gefunden haben“. Im kommenden Schuljahr wird die Gesamtschule nach jetzigem Stand einen Schüler mit Förderbedarf aufnehmen, der aber zielgleich unterrichtet wird. Der Elternwunsch bei zielgleich beschulten Kindern nämlich bleibt weiterhin bestehen, sie werden den entsprechenden Schulformen zugewiesen.

Die Entscheidung für die Realschule Grünstraße, sagt Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, sei gefallen, „um die dort vorhandene Expertise weiter nutzen zu können“ und auch, um die stark nachgefragte Gesamtschule zu entlasten.

Schulausschuss-Mitglieder sagen Unterstützung des gemeinsamen Lernens an der Realschule zu

Im Jahr 2013 war die Realschule Grünstraße die erste weiterführende Schule in Hattingen, die mit dem integrativen Unterricht begann. „Wir werden nach unseren Möglichkeiten die Realschule unterstützen“, erklärt Schulausschussvorsitzende Dorothea Kiesewetter.

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