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Corona: EN-Kreis greift noch nicht auf Kontaktlisten zurück

Zum Beispiel in Restaurants werden die Kontaktdaten der Gäste erfasst, um in konkreten Fällen die Corona-Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Bisher hat das Gesundheitsamt des EN-Kreises diese Listen aber nicht anfordern müssen.

Zum Beispiel in Restaurants werden die Kontaktdaten der Gäste erfasst, um in konkreten Fällen die Corona-Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Bisher hat das Gesundheitsamt des EN-Kreises diese Listen aber nicht anfordern müssen.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Ennepe-Ruhr.  In der Gastronomie müssen Gäste ihre Kontaktdaten angeben. Bisher hat der Ennepe-Ruhr-Kreis die Listen nicht abgerufen. Dennoch sind sie wichtig.

Seit Wochen müssen Kunden zum Beispiel in Restaurants und Cafés bei einem Besuch ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das soll helfen, im Fall einer Corona-Infektion Kontakte nachzuverfolgen. Gute sieben Wochen nach der Öffnung der Restaurants musste das Gesundheitsamt des EN-Kreises bisher aber nicht auf diese Listen zurückgreifen, teilt Kreissprecherin Kira Scheven auf Nachfrage mit. „Allerdings haben wir schon einmal Infos zu einem Gesundheitsamt in einem anderen Bundesland gegeben, weil dort ein positiver Fall von hier ein Hotel besucht hatte.“

Coronaschutzverordnung regelt Umgang mit Kontaktdaten

Gäste sind auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes NRW verpflichtet, ihre Daten anzugeben. Ansonsten können sie die Gastronomie nicht besuchen, erklärt die Kreissprecherin. Sie appelliert dabei an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen, die Verfolgung von Infektionsketten zu ermöglichen.

Die Listen müssen nach vier Wochen vollständig vernichtet werden. Sie verlassen auch nur dann das Café etc., wenn ein konkreter Fall durch das Gesundheitsamt verfolgt wird, das dann die Liste anfordern kann.

Zeitraum der Corona-Nachverfolgung ist individuell

Grundsätzlich werden bei der Ermittlung von Infektionsketten sämtliche möglichen Infektionsquellen, Aufenthaltsorte und Ereignisse (Treffen etc.) abgefragt. Dabei ist der infektionsrelevante Zeitraum individuell – je nach Krankheitsbeginn oder Datum des positiven Abstrichs. „Vielfach reicht es aus, vom Beginn der Symptomatik zwei Tage zurückzugehen, manche Fälle sind so gelagert, dass man die letzten 14 Tag noch ’aufrollen’ muss“, erklärt Scheven.

Stand Mittwoch, 9 Uhr, gab es im gesamten Kreis noch 17 aktuell Erkrankte. Coronafrei sind laut Aufstellung des Kreises derzeit Ennepetal und Gevelsberg.

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