Seenotrettung

„Die Partei“ fordert: Hattingen soll sicherer Hafen werden

Der Initiative „Seebrücke“ mit ihrer Idee der „sicheren Häfen“ haben

Der Initiative „Seebrücke“ mit ihrer Idee der „sicheren Häfen“ haben

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Hattingen.  „Die Partei“ fordert Hattingen auf, sich für die Seenotrettung einzusetzen. Die Stadt soll im Sinne der „Seebrücke“ mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Die Partei „Die Partei“ fordert in einem offenen Brief, dass sich Hattingen der Initiative „Seebrücke“ anschließt und zum sicheren Hafen wird. „Hansestadt Hattingen, das feiern wir nächstes Jahr groß mit dem Hansetag. Wäre es da nicht passend die Hanse als Beispiel zu nehmen und Schiffbrüchige zu bewahren“, fragt Martin Wagner, Ortsvorstand von „Die Partei“.

Konkret wünscht sich die Partei, dass sich die Stadt Hattingen „mit Menschen auf der Flucht und den Zielen der ‘Seebrücke’ solidarisch erklärt“. Die zivilgesellschaftliche Bewegung Seebrücke setzt sich in mehr als 100 Städten und Gemeinden dafür ein, dass die Kommunen aus Seenot gerettete Menschen aufnehmen. Seit Herbst 2018 haben sich nach Aussage der Bewegung mehr als 62 Gemeinden in Deutschland beteiligt. In Nordrhein-Westfalen ist unter anderem die Stadt Wetter dabei. Auch in Bochum ist der „sichere Hafen“ ein Thema.

Dafür soll sich die Stadt Hattingen einsetzen

„Die Partei“ schlägt vor, dass Hattingen die Patenschaft für ein ziviles Seenotrettungsschiff übernimmt beziehungsweise sich daran beteiligt. Zudem soll sich die Stadt in Absprache mit dem Bundesinnenministerium, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Bundesland NRW bereiterklären, gerettete Menschen zusätzlich zur geltenden Verteilungsquote von Flüchtlingen aufzunehmen.

Bei der Landesregierung soll sich Hattingen dafür einsetzen, „ein eigenständiges humanitäres Aufnahmeprogramm für Flüchtende einzuführen und damit Flüchtenden die legale Einreise nach Deutschland und einen legalen Aufenthalt zu ermöglichen“, so „Die Partei“.

Resolution sollte im Rat diskutiert werden

Die Stadtverwaltung möchte sich mit diesem Vorschlag auseinandersetzen. „Wie schauen uns das in Ruhe an“, sagt Sprecherin Susanne Wegemann. Sie regt aber an, dass das Thema von politischer Seite als Resolution im Rat vorgebracht und dort diskutiert werden sollte. Vor allem stelle sich die Frage der Finanzierung: „Auch wenn es schade ist, dass so eine humanitäre Sache auch immer am Geld hängt“, bedauert Wegemann.

Derzeit habe Hattingen auch noch nicht die vollständige Anzahl von Asylbewerbern aufgenommen, die es laut Schlüsselzuweisung ohnehin aufnehmen muss.

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