Gesundheit

Eltern-Kind-Kuren werden im Ennepe-Ruhr-Kreis beliebter

Gemeinsam mit dem Kind eine Kur antreten wird in Hattingen und im Ennepe-Ruhr-Kreis immer beliebter.  

Gemeinsam mit dem Kind eine Kur antreten wird in Hattingen und im Ennepe-Ruhr-Kreis immer beliebter.  

Foto: AOK / hfr

Hattingen.  Die AOK hat ihre Statistik ausgewertet: Es gibt mehr Reha mit dem Nachwuchs in Hattingebn und dem EN-Kreis – aber nur selten fahren die Väter.

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Gemeinsam mit dem Kind eine Kur antreten wird im Ennepe-Ruhr-Kreis immer beliebter – dies leitet die Krankenkasse AOK Nordwest aus ihrer eigenen Statistik ab. Im vergangenen Jahr absolvierten 142 versicherte Mütter und Väter eine stationäre Vorsorge- oder Reha-Maßnahme mit ihrem Nachwuchs. Das sind 6,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die meisten der „Eltern-Kind-Kuren“ werden weiterhin von Müttern in Anspruch genommen. Nur sieben Prozent der Kuren wurden von Vätern durchgeführt. „Wenn Mütter oder Väter gesundheitliche Beschwerden haben, kann eine stationäre Vorsorge- oder Reha-Maßnahme sinnvoll sein“, sagt Regionsleiter Jörg Kock. Kinder können bis zum Alter von zwölf Jahren mitfahren – wenn sie selbst krank sind, die Trennung nicht zumutbar ist oder die Betreuung zu Hause nicht anderweitig sichergestellt werden kann.

Bundesweit gibt es rund 200 Einrichtungen für individuelle Kurangebote

Insgesamt gebe es bundesweit rund 200 Einrichtungen, die individuelle Kurangebote vorhalten, so die AOK Nordwest. Während Mütter oder Väter ihre Anwendungen und Therapien in Ruhe in Anspruch nehmen, werden die Kinder im Kindergarten betreut. Für Schulkinder sind spezielle Unterrichtseinheiten möglich. Außerdem gibt es besondere Gesundheitsangebote für Kinder, die an Asthma oder Neurodermitis leiden.

Wenn der Arzt eine Kur verordnet, können sich Väter oder Mütter an ihre Krankenkasse wenden, um einen Kurantrag zu stellen. Pro Kalendertag beträgt die Eigenbeteiligung zehn Euro. Berufstätige müssen für die Kur keinen Urlaub nehmen. Die Bewilligung der Kur gilt wie eine Krankschreibung. Neben den gesetzlichen Krankenkassen ist auch die Deutsche Rentenversicherung für die Bewilligung einer entsprechenden stationären Reha-Maßnahme Ansprechpartner.

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