St. Martin

Erinnerungen und Gegenwart – St. Martin in Hattingen

Sankt Martin (Anastasia) auf dem Pferd Jack – der Laternenumzug  des Familienzentrum St. Christophorus in Kooperation mit der Weiltorschule zog jetzt durch die Innenstadt in Hattingen.

Sankt Martin (Anastasia) auf dem Pferd Jack – der Laternenumzug des Familienzentrum St. Christophorus in Kooperation mit der Weiltorschule zog jetzt durch die Innenstadt in Hattingen.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Früher waren mehr Fackeln und mehr Feuer, erinnern sich Eltern in Hattingen beim Martinszug. Ihre Kinder singen passend dazu die alten Lieder.

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„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ – zurzeit ziehen sie wieder durch die Straßen, St. Martin zu Pferd gefolgt von einer Kinderschar und vielen bunten Laternen. So auch die Kinder des Familienzentrums St. Christophorus und der Weiltorschule in der Innenstadt. Eltern schwelgen in Erinnerungen.

„Wir haben im Kindergarten immer Laternen gebastelt“, erinnert sich Ann-Kristin Haarmann. Heute liegen sie vermutlich auf dem Dachboden ihrer Eltern. Sie erinnert sich: Einmal gab es ein Mädchen mit Ziehharmonika-Armen, ein anderes Mal ein Haus gebastelt aus Eierkartons, dessen Fenster mit bunten Transparentpapier beklebt waren.

Klassiker ist mit bunten Papierschnipseln beklebte Luftballon

Der Klassiker ist aber der Luftballon beklebt mit vielen bunten Papierschnipseln. Sobald die getrocknet waren, wurde der Luftballon aufgestochen und eine wunderbar runde, bunte Kugel blieb zurück.

Anna Miler (32) hat jetzt mit ihrem Sohn solch eine Laterne bastelte. Der geht in die erste Klasse der Weiltorschule, und einige Eltern haben die Lehrerin bei der Betreuung unterstützt. „Aber das Endergebnis sehen wir heute zum ersten Mal“, sagt sie. Sie habe nur bei dem Grundarbeiten geholfen und den Ballon mit blauem Transparentpapier beklebt. Daraus wurde mit Moosgummi-Augen und Mund ein lustig buntes Monstergesicht.

Früher gab es beim Martinszug mehr Feuer. Kerzen in den Laternen, Fackeln auf dem Weg und ein großes Feuer beim Finale. Sabrina Heitfeld findet, dass es früher „intensiver“ war. Mutter Katrin Dahm findet, dass früher die Kinder viel lauter gesungen hätten. „Vielleicht ist es aber auch so, dass wir das damals als Kinder einfach anders wahrgenommen haben“, wägt Sabrina Heitfeld ab. „Heute gefällt es unseren Kindern ja auch sehr gut.“

St. Martin ist von jeher die Geschichte des Teilens

Für Franka Eigner (33) ist St. Martin ein besonderer Tag, das sieht man sofort an ihrer Laterne, die aus der Menge heraussticht. Das Mummies-Wohnhaus hat sie in zwei Tagen als Laterne für ihren Sohne gebastelt. „St. Martin verbinde ich mit meiner Mutter und meiner Oma, wie wir zusammen Laternen basteln.“ Vergangenes Jahr hat sie nicht nur die Wunschlaterne für ihren Sohn Samu gestaltet, sondern noch zwölf weitere Laternen für andere Kinder. Denn das war St. Martin für sie von jeher, eine Geschichte des Teilens – „und ich teile gerne“.

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