Ampeln

Hattingen bekommt vorerst keine Nachtwächter-Ampel

So sah der Entwurf von Lars Friedrich für die Nachtwächter-Ampel für Hattingen aus.

So sah der Entwurf von Lars Friedrich für die Nachtwächter-Ampel für Hattingen aus.

Foto: Lars Friedrich

Hattingen.  Die Stadt Hattingen bewertet den Entwurf für ein eigenes Ampelmännchen in Nachtwächter-Form als nicht umsetzbar. Initiativen hätten eine Chance.

Das Nachtwächter-Ampelmännchen wird in Hattingen erst einmal nicht kommen. Baudezernent Jens Hendrix erteilt der Idee eine Absage. Nur eine geringe Chance besteht für die eigene Hattingen-Ampel noch.

Städte werben mit individuellen Ampeln

Heimatvereinsvorsitzender Lars Friedrich hatte die Idee einst ins Spiel gebracht. Denn immer mehr Städte hatten mit individuellen Ampelgestaltungen für sich geworben – sei es Mainz mit dem Mainzelmännchen oder Augsburg mit dem Kasperle, Duisburg hat inzwischen die Bergmann-Ampel. Erst kürzlich erteilte der Kreis Mettmann der Idee für eine Neandertaler-Ampel eine Absage.

In Hattingen sollte es, so die Idee, ein Nachtwächter sein. Auch das Bügeleisenhaus hatte Friedrich als „Steher“, also Rotlicht, ins Gespräch gebracht, den Einfall aber aus Sicherheitsgründen verworfen. Denn: Das rote Stopp-Männchen sei von Kindheit an gelernt und sollte deshalb nicht verändert werden. Und weil sich das Bügeleisenhaus nicht als „Geher“ eignete, sollte es der Nachtwächter werden.

Entwurf mit Nachtwächter nicht geeignet

„Der Entwurf war aber nicht praktikabel“, erklärt Baudezernent Hendrix. Er sei zu filigran und damit schlecht zu erkennen gewesen. Damit wurde die Idee ad acta gelegt. „Wir werden das Thema von unserer Seite nicht weiter verfolgen“, sagt Hendrix. Weil inzwischen „jede dritte Stadt“ eigene Ampelmännchen habe, sei es auch nichts besonderes mehr.

Initiativen verwehren will sich der Dezernent aber nicht. „Wenn das von anderer Seite an uns herangetragen wird, können wir uns damit noch einmal beschäftigen“, lässt er eine Chance offen.

Finanzierung eigener Ampeln

Die Finanzierung eines solchen Projekts außerhalb des Stadt-Etats betrachtet Hendrix als wenig problematisch. Ausgetauscht werden müsse lediglich die Streuscheibe, also die schwarze Abdeckung vor dem Ampellicht. Die müsse zwar produziert werden, aber „für die paar Tausend Euro ließe sich bestimmt ein Spender finden.“

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