Einkaufszentrum

Hattingen: Filiale von Depot verlässt das Reschop Carré

Das Depot im Reschop Carrè: Anfang des Jahres wird die Filiale in Hattingen schließen.

Das Depot im Reschop Carrè: Anfang des Jahres wird die Filiale in Hattingen schließen.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Ausverkauf hat begonnen. Im Januar soll für den Deko-Händler Depot in Hattingen Schluss sein. Das Einkaufszentrum verliert einen wichtigen Mieter

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Einer der Ankermieter verlässt das Reschop Carré. Der Deko-Händler Depot hat mit seinem Ausverkauf begonnen. Damit erhöht sich die Zahl der leerstehenden Ladenlokale im Reschop Carré erneut.

Zahlreiche Kunden waren bereits durch die großen roten Rabatt-Schilder im Geschäft angelockt worden. Doch das sind keine „Black-Friday“-Nachwehen. „Wir schließen“ steht auf Schildern im Laden. Der Ausverkauf hat begonnen.

Thalia blieb zweieinhalb Jahre, Depot acht Jahre

Nur noch bis Januar soll es die Filiale in Hattingen geben. Danach verlässt Depot Hattingen nach acht Jahren im Reschop Carré. In dem 650-Quadratmeter-Ladenlokal im Erdgeschoss war der Anbieter für Wohnraum-Accessoires, Möbel, Geschenk- und Dekorationsartikel bereits der zweite Mieter. Beim Start des Carrés vor zehn Jahren hatte sich hier noch die Buchhandlung Thalia eingemietet. Nach nur zweieinhalb Jahren war Schluss.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte das Einkaufszentrum im Herzen Hattingens sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Schon im Jahr zuvor hatte der Carré-Eigentümer Aviva Investors mit Hauptsitz in London die Vertragsverlängerung mit wichtigen Ankermietern bekanntgegeben. Damals nicht dabei: Depot. Auch auf WAZ-Nachfragen im März äußerte sich das Deko-Unternehmen nicht. Jetzt ahnt man, warum.

Mehrere kleinere Leerstände in Reschop Carré

Für das Reschop Carré ist es das größte Ladengeschäft, für das ein Nachmieter nötig wird. Zum Teil bereits seit einigen Jahren stehen Lokale leer. Für sechs kleinere Ladenlokale ist derzeit kein Mieter aufgeführt. Die Schaufenster werden zum Teil durch andere Geschäfte oder vorübergehende Angebote bespielt.

Direkt neben der Depot-Filiale gibt es einen kleinen Leerstand. Ebenso im ersten Obergeschoss im ehemaligen Handy-Geschäft, das sich vergrößert hatte und eine Tür weitergezogen war. Dort bietet das kleine Hattinger Unternehmen „Lecker to go“ eine Verkostung seiner Speisen an. Eine Künstlerin verkauft ihre Werke im lange leerstehenden Ladenlokal neben H&M.

Neue Gastronomie scheitert

Seit langem werden auch Nachmieter für mehrere Ladenlokale in den Pavillons gegenüber dem Hauptgebäude gesucht. Eine ehemalige Pizzeria steht seit fünf Jahren leer. Auch das ehemalige PW Tobacco und danach Bubble-Tea-Geschäft ist längst geschlossen. Zuletzt zog auch der Asia-Imbiss aus.

Center-Manager Jörg Waldrich hatte immer wieder betont, man setze auf Qualität und nehme dafür auch einen vorübergehenden Leerstand in Kauf. Auch eine mögliche Zusammenlegung benachbarter kleinerer Ladenlokale zu einem größeren hatte Waldrich in der Vergangenheit nicht ausgeschlossen. Versuche, eine neue Gastronomie in den Leerständen der Pavillons anzusiedeln, scheiterten.

Wer die Lücke füllen könnte, die der Weggang von Depot reißt, ist unklar. Das Center-Management war am Donnerstag für WAZ-Nachfragen nicht zu erreichen. Auch Depot äußerte sich bisher nicht zu den Gründen für den Weggang.

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