Kleingärten

Hattinger Kleingärtner: Interesse an Schrebergärten ist groß

Parzellen in Kleingartenanlagen – wie hier am Salzweg in Hattingen - sind wieder stark gefragt.

Parzellen in Kleingartenanlagen – wie hier am Salzweg in Hattingen - sind wieder stark gefragt.

Foto: Walter Fischer / Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Teils lange Wartelisten führen die Vereine im Bezirksverband der Kleingärtner. In Hattingen sind drei freie Parzellen sofort neu vergeben worden.

Kleingärten liegen wieder im Trend, die Wartelisten für einen Schrebergarten sind oft lang. „Bei uns hat jeder Verein zehn bis 15 Leute auf seiner Warteliste“, sagt Paul Greffin, Vorsitzender des Bezirksverbandes der Kleingärtner Ennepe-Ruhr. Und auch die Vorsitzenden der beiden Hattinger Kleingartenvereine sagen, sie könnten sich über Interesse an ihren Parzellen nicht beklagen.

Warteliste ist länger als die Anzahl der Parzellen

Rainer Misch etwa, Vorsitzender des 1. Kleingartenvereins Hattingen, dessen nur 15 Parzellen große Anlage sich auf dem Gelände einer früheren Gärtnerei Im Vogelsang befindet. „Unsere Warteliste ist länger als die Anzahl unserer Parzellen“, sagt er. Und fügt hinzu: Gerade bei deutsch-russischen Zuwanderern stünden Schrebergärten hoch im Kurs. Und in der Altersklasse der 30- bis 40-Jährigen.

Letzteres bestätigt auch Dieter Burbulla, der Vorsitzende der Kleingartenanlage am Salzweg. Gerade erst seien drei der insgesamt 49 Parzellen dort frei geworden. „Die konnten wir sofort wieder neu vergeben“, so Burbulla.

http://Hier_gibt_es_mehr_Artikel,_Bilder_und_Videos_aus_Hattingen{esc#225920777}[teaser]Eine Warteliste führe man in seinem Verein zwar nicht, aber es gebe aktuell genug Leute, die Interesse an einem Schrebergarten am Salzweg hätten. Jeden Interessenten, der telefonisch nach einer Parzelle frage, lade man dabei zunächst in die Anlage ein, komme im Falle einer frei gewordenen Parzelle dann auf die verbliebenen Interessenten zu. Wobei die jeweilige Wartezeit auf einen Schrebergarten sich nie vorhersagen lasse, so Burbulla.

Von den zuletzt frei gewordenen Parzellen wurde nur eine aus Altersgründen aufgegeben

So sei von den zuletzt drei freigewordenen Parzellen nur eine aus Altersgründen aufgegeben worden, die anderen beiden wegen kurzfristigen Wegzugs.

Ein erhöhtes Interesse an der Umwelt und daran, eigene Lebensmittel anzubauen

Vor fünf Jahren, sagt derweil Paul Greffin, hätten Schrebergärten im Bezirk nach solchen Vorkommnissen vielfach länger leer gestanden, „seit zwei Jahren sind sie wieder stark nachgefragt“. Ein erhöhtes Interesse an der Umwelt und ein verstärktes Interesse daran, eigene Lebensmittel anzubauen, darin sieht Greffin Gründe.

Zudem könne man in einer Kleingartenanlage „günstig seinen Urlaub verbringen“, sagt er. Schließlich betrage die jährliche Pacht nur wenige hundert Euro.

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