Gericht

Hattinger verzettelt sich mit Einspruch gegen Geldstrafe

Ein Hattinger musste seinen Führerschein abgeben. Gegen eine Geldstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis legte er Einspruch ein.

Ein Hattinger musste seinen Führerschein abgeben. Gegen eine Geldstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis legte er Einspruch ein.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Ein 61-Jähriger aus Hattingen muss wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Geldstrafe zahlen. Den Führerschein verlor er durch Alkohol am Steuer.

Das Urteil des Gerichts wollte ein 61-jähriger Hattinger nicht akzeptieren. Er wurde wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 2400 Euro und zu zehn Monaten Fahrverbot verurteilt. Dagegen legte er Einspruch ein. Dabei war es nicht das erste Mal, dass er am Steuer auffällig wurde.

1,4 Promille am Steuer eines Autos

Schon im Januar war der Mann um 8 Uhr morgens mit 1,4 Promille Alkohol im Blut am Steuer eines Autos erwischt worden. Fahren durfte er daraufhin nicht mehr und der Führerschein wurde einbehalten. Unerlaubterweise saß er aber bald wieder hinterm Lenkrad und wurde aus dem Verkehr gezogen. Für diese Fahrt ohne Führerschein verurteilte ihn das Gericht zu der 2400-Euro-Strafe, gegen die er nun protestierte.

Geldstrafe richtet sich nach Nettoeinkommen

Der Grund: Als Zeitungszusteller verdiene er zu wenig, um die Geldstrafe zahlen zu können. Der Verteidiger Klein legte dem Gericht Lohnbescheinigungen der vergangenen drei Monate vor. Diese überzeugten Richter Amann jedoch nicht: „Beim Urteil wurde ein bereinigter Nettoverdienst von durchschnittlich 1200 Euro angesetzt. Das hier scheint ja sogar höher zu sein.“

Für den Anwalt und seinen Mandanten blieb letztlich nur noch die Möglichkeit den Einspruch zurückzunehmen. Damit bleibt es bei der Strafe: Der Hattinger wird die 2400 Euro zahlen müssen. Schon für seine Alkoholfahrt muss er 2800 Euro zahlen. Gegen dieses Urteil legte der 61-Jährige keinen Widerspruch ein.

Auch Halterin des Autos machte sich strafbar

Der Verurteilte wird demnächst wieder ins Amtsgericht müssen, dann aber als Zeuge. Seine Ehefrau ist die Halterin des Fahrzeugs und wird dann auf der Anklagebank sitzen. Sie muss sich vor Gericht verantworten, weil sie den Ehemann mit ihrem Auto fahren ließ – obwohl der keinen Führerschein besaß.

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