Tagesbruch

Hohlräume unter Hattingens Fußwegen: Bauarbeiten nötig

Einige Pflastersteine sind weggebrochen, der Boden in der Fußgängerzone in Hattingen ist eingesackt. Es ist nur einer von zwei Hohlräumen, die sich plötzlich unter Fußwegen auftraten.

Einige Pflastersteine sind weggebrochen, der Boden in der Fußgängerzone in Hattingen ist eingesackt. Es ist nur einer von zwei Hohlräumen, die sich plötzlich unter Fußwegen auftraten.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Kanalschaden: Der Boden in der Fußgängerzone in Hattingen sackt ab. Am Synagogenplatz starten Sondierungen. Die Stadt erklärt, wie es weitergeht.

Zwei Hohlräume in der Innenstadt innerhalb kürzester Zeit machen der Stadt zu schaffen. Eines der Löcher tat sich mitten in der Fußgängerzone auf. Für mehrere Wochen wird der Bereich nun zur Baustelle.

Bauarbeiten in Hattingen starten am Mittwoch

An der Ecke Große Weilstraße/ Gelinde ist der Boden eingesackt, ebenso, wie am Synagogenplatz. Die Ursachen für bei Löcher sind aber gänzlich verschieden. „Dass es jetzt gleichzeitig zwei Fälle gibt, ist ein riesiger Zufall“, betont Stadtsprecherin Jessica Krystek. An der Ecke zum Gelinde beginnen am Mittwoch die Bauarbeiten, am Synagogenplatz Sondierungen.

Etwa drei Meter tief ist das Loch in der Fußgängerzone. Ursache für das Absacken ist eine undichte Stelle an einem Kanalschacht. Der stammt aus dem Jahr 1931. Üblicherweise werden die Schächte alle 15 Jahre untersucht, erklärt Krystek. In der Regel können Risse dann festgestellt und beseitig werden, bevor es zu größeren Schäden kommt. Die letzte Kanal-TV-Untersuchung an der nun betroffenen Stelle ist aus dem Jahr 2003. Allerdings werde das gesamte Kanalnetz auch „einmal alle zwei Jahre mittels Spülwagen gereinigt und dabei auch visuell inspiziert“, betont die Sprecherin.

Markt und Lieferverkehr sind möglich

Die Stadt geht davon aus, dass dere Hohlraum nur klein ist. „Größere Flächen sind wahrscheinlich nicht betroffen, weil Wasser sich immer den einfachsten Weg sucht.“ Eine Sondierung findet hier nicht statt. Stattdessen gräbt ein Bagger bis zur beschädigten Stelle am Schacht. Dabei soll auch untersucht werden, ob Anschlusskanäle durch das Absacken Schaden genommen haben. Anschließend wird der Boden mit Schotter aufgefüllt und verdichtet.

Die Arbeiten sollen zwei bis drei Wochen dauern. Der Markt kann normal stattfinden. Der Lieferverkehr kann von beiden Seiten bis zur Baustelle fahren. Feuerwehr, Rettungsdienst etc. können notfalls über das Krämersdorf fahren.

Sondierung mit Georadar am Synagogenplatz

Am Synagogenplatz ist ein alter Keller der wahrscheinlichste Grund für das Absacken. Dort soll am Mittwoch eine Georadar-Sondierung vorgenommen werden. „Falls ein Hohlraum dabei sichtbar wird, wird dieser freigelegt und verfüllt.“ Das soll möglichst im Anschluss an die Arbeiten am Gelinde stattfinden.

Weitere mögliche Hohlräume sind derzeit nicht bekannt. „Aber die Suche danach erfolgt durch das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der unteren Denkmalbehörde“, so Krystek.

Übrigens ist der Fall am Gelinde auch für den Ruhrverband ein unglücklicher Einstieg, nachdem der gerade erst das Kanalnetz von der Stadt übernimmt. Denn ab dem 1. Juli ist der Ruhrverband zuständig. Die Abwicklung der Sanierung betreut bereits der Ruhrverband, während die Stadt noch den Auftrag an eine Tiefbaufirma erteilt hat.

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