Bügeleisenhaus

Ideen für eine Neugestaltung der Bügeleisenhaus-Fassade

Das Bügeleisenhaus in Hattingen heute und in der von Wilfried Isenberg vorgeschlagenen vorgeschlagenen Farbgestaltung.

Das Bügeleisenhaus in Hattingen heute und in der von Wilfried Isenberg vorgeschlagenen vorgeschlagenen Farbgestaltung.

Foto: Isenberg

Hattingen.  Nach der Abnahme des „Dislike“ bringt Wilfried Isenberg ein Neugestaltung der Hattinger Sehenswürdigkeit ins Spiel. Nur ein Grund spricht dagegen

Als Wilfried Isenberg das Städtchen Schmallenberg-Holthausen vor einigen Jahren besuchte, fiel ihm auf, dass die Giebel vieler Fachwerkhäuser mit Mustern versehen waren. Diese Idee schnappte der Hobby-Fotograf aus Hattingen auf und kreierte mehrere solcher Variationen für das Bügeleisenhaus. Der Heimatverein findet die Idee durchaus charmant. Dennoch spricht etwas dagegen. Das Bügeleisenhaus soll aber unabhängig davon wieder Blickfang werden.

„Den oberen, etwas langweiligen Giebelbereich könnte man beim nächsten Anstrich zum Beispiel mit einem senkrechten Schwarz-Weiß-Muster versehen“, sagt Wilfried Isenberg. „Dazu müsste man nur die vorhandenen Verbretterungen schwarz anstreichen. Dem ein oder anderen würde dies sicher besser gefallen, als die aktuelle Optik.“

Kunstwerk „Dislike“ abgenommen

Seitdem er seine Ideen im Bild umsetzte, hat Wilfried Isenberg viele weitere solcher Giebel-Ausarbeitungen gesehen. „In Frankreich gibt es solche Muster häufiger und auch an der Mosel sind mir unterschiedliche Versionen von Giebeln aufgefallen“, erklärt Isenberg. „Warum sollte dies also nichts für Hattingen sein?“

Seine Vorschläge unterbreitete Isenberg dem Hattinger Heimatverein schon im Jahr 2014. Nach der Abnahme des Kunstwerks „Dislike“ des Künstlers Stephan Marienfeld von der Fassade des Bügeleisenhauses könne man sich jetzt damit ja noch einmal beschäftigen, so Isenberg.

Umgestaltung aus Denkmalschutzgründen unmöglich

An die Bilder und detaillierte Ausarbeitung von Wilfried Isenberg erinnert sich Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins, noch gut. „Das waren und sind hübsche Ideen“, so Friedrich. Wilfried Isenberg habe sich da wirklich viele Gedanken gemacht, allerdings wäre dieser Anstrich eine langfristige Veränderung des Bügeleisenhauses und da das Gebäude unter Denkmalschutz stehe, sei es schwierig bis unmöglich dies umzusetzen, sagt Friedrich.

„Es gab ja auch noch weitere Ideen, das Bügeleisenhaus umzugestalten“, erklärt der Vorsitzenden. „Der ehemalige WAZ-Fotograf Udo Kreikenbohm hat vor einigen Jahren mal jede weiße Fläche des Fachwerkhauses auf Bildern farblich umgestaltet. Das sah auch gut aus.“ Bunte Fachwerkhäuser gebe es ja immer häufiger, doch für das Bügeleisenhaus sei dies eben nicht möglich, so Lars Friedrich.

Nächster „Hingucker“ zum Hansetag geplant

Temporäre „Hingucker“ wie eben das „Dislike“ von Künstler Stephan Marienfeld, das drei Jahre lang an der Fassade angebracht war, seien aber durchaus denkbar, so Friedrich. Für das Jahr 2020, wenn der 37. Westfälische Hansetag in Hattingen stattfindet, gebe es schon konkrete Überlegungen, wie man einen Blickfang setzen könne.

„Wir werden mit Sicherheit wieder etwas machen, um die Augen auf das Bügeleisenhaus zu lenken“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins. „Was und wie passieren wird, verrate ich aber noch nicht.“

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